Ein Rundgang durch die Schulräume.
Hls Bauplatz für die Eleonoren- und die Liebigs⸗Oberrealſchule diente das im Beſitz der Stadt be⸗ findliche 6elände des alten 6aswerks, das ſeinerzeit mit dem Erwerb dieſes Werkes in ſtädtiſches Eigen— tum übergegangen war. Die éeſamtanordnung des projektes iſt derart getroffen, daß beide Schulen parallel zu einander ſtehen, und zwar hält die höhere Mlädchenſchule die genehmigte Baufluchtlinie in der Lagerhausſtraße ein. Die Turnhallen ſtehen zu dem hauptgebäude ſenkrecht. Der Schulhof der höheren Mädchenſchule mit 2600 Quadratmeter öffnet ſich nach der Uendelſtadtſtraßee. Das Haupt- gebäude beſteht aus zwei großzen viereckigen Bautrakten, zwiſchen denen ein Mitteltrakt von geringerer kiefe liegt. fin der Lagerhausſtraße iſt eine lerraſſe auf der ganzen Tänge des 6ebäudes, und in der Mitte dieſer Lerraſſe eine breite Freitreppe angeordnet, die zu dem haupteingang führt.
Lehrſaal für Haturkunde.
Das gemeinſame dreigeſchoſſige Schuldienerwohngebäude ſteht an der Tagerhausſtraße zwiſchen dem polizeirevier und dem Schulhaus. Die Lage der Klaſſen ſollte im allgemeinen nach Horden weiſen, während die Hörſäle für Phuſik, Chemie und ſaturgeſchichte nach Süden liegen.
Die Hrchitektur des 6ebäudes iſt in großen Zügen, aber ſehr einfach gehalten, und zeigt in der hauptſache einen putzbau mit ſparſamer derwendung von Werkſteinen. Die Portale ſind etwas beſchen Taueder und mit Bildhauerarbeit nach den Modellen des Bildhauers profeſſor heinrich Jobſt geſchmückt.
Das 6ebäude beſitzt vier Stockwerke, ohne das Kellergeſchoß. Die Fundamente beſtehen aus Beton, das Mauerwerk aus Ringofenſteinen und die Fenſterbänke aus Flonheimer gelbem Sandſtein. Der Sockel hat eine Derblendung mit rheiniſchem Baſalt erhalten. Die Dachdeckung beſteht aus Schiefer; alle Decken und die Treppen ſind in éiſenbeton zwiſchen eiſernen Unterzügen ausgeführt; die Bodenbeläge der 6änge beſtehen aus roten lonplatten, die Treppenbeläge aus Odenwaldgranit, die Sockel und Fenſter- abdeckungen aus poliertem belgiſchen 6ranit. Das 6ebäude umfaßt 21 Klaſſenräume, 1 phuſikſaal mit Dorbereitungs- und Sammlungsraum, 1 Chemieſaal mit borbereitungs- und Sammlungsraum, l Saal für Haturgeſchichte mit Dorbereitungszimmer und 2 Sammlungsräumen, 1 Uebungsſaal für phuſik, 1 Uebungsfaal für Chemie, 1 Uebungsfaal für Hlaturgeſchichte, 1 Zeichenſaal mit Nebenraum, 1 Tehrerinnen- zimmer, mehrere Sammlungsräume, 1 Bücherei, 1 Lehrer- und Konferenzzimmer, 1 Zimmer für den Direktor mit Dorzimmer. 1 Kombinationsklaſſe, 1 fjandarbeitsſaal, 1 luſikſaal und die erforderlichen Lehrer- und Schülerinnenaborte; ferner 1 Turnhalle mit Waſchraum und 6arderoben, ſowie Geräteraum. Hußerdem iſt im Kellergeſchoß die hauswirtſchaftliche Schule mit mehreren Räumen untergebracht.


