Ochutnachrichten
des
ſtündiſchen Caubſtummen⸗Inſtitutes zu Camberg
über das Schuljahr 1881/82.
I. Tehrverfaſſung. A. Lefrercollegium.
Um die Lücken im Lehrercollegium, welche das Jahr 1880 noch gelaſſen hatte, zu ergänzen, wurde auf Verfügung eines Hohen Verwaltungsausſchuſſes vom 25. März 1881 zunächſt der Lehrgehilfe Otto Marenbach von Walsdorf als Hilfslehrer an hieſige Anſtalt berufen.
Otto Marenbach, Sohn des Lehrers Marenbach zu Mehren, Kreis Altenkirchen, Reg.⸗Bez. Coblenz, war ſchon früh für den Lehrerſtand beſtimmt. Er wurde zunächſt von ſeinem Vater, ſo⸗ dann in der Präparanden-Anſtalt in Herborn vorgebildet. Von 1875—78 beſuchte er das Lehrer⸗ ſeminar in Dillenburg, verſah ſodann die zweite Lehrerſtelle in Walsdorf bei Camberg bis zum 15. Juni 1881. Seit dieſer Zeit wirkt er als Hilfslehrer an hieſiger Anſtalt.
Da die Errichtung der VII. Cl. eine weitere Lehrkraft nothwendig machte, wurde ſodann Lehrgehilfe Meuſer aus Langendernbach an hieſige Anſtalt als Hilfslehrer berufen und trat am 1. Juni v. J. ſeine jetzige Stelle an.
Wilh. Meuſer iſt in Hahnſtätten, A. Diez, geboren. Nach ſeiner Entlaſſung aus der Ele⸗ mentarſchule ſeines Heimathsortes unterrichtete ihn ſein bisheriger Lehrer. Hieran reihte ſich der Beſuch der Präparandenſchule in Uſingen, aus welcher er im Frühlinge 1877 in das dortige Se⸗ minar übertrat. Nach dreijährigem Beſuche wurde er mit Verſehung der 2. Lehrerſtelle in Langen⸗ dernbach beauftragt, von wo er am 1. Juni v. J. als Hilfslehrer an hieſige Anſtalt befördert wurde.


