23
I. Klaſſe wöchentlich 2 St. Sommer: Wiederholung und Fortſetzung der Lehre von der Aehnlichkeit; Erweiterung der Flächenberechnungen mit Bezug auf die ſchwierigeren Fälle des gleichſeitigen, gleichwinkeligen und ungleich⸗ ſeitigen Dreiecks, des Kreiſes und ſeiner Theile, als Grundlage für den Weiterbau in der Stereometrie; Meſ⸗ ſung und Berechnung der Prismen, Pyramiden und der regulären Körper.— Winter: Inhaltsbeſtimmung der Kugel, des Kugelausſchnittes, Kugelabſchnittes und der Kugelzone. Aus der ebenen Trigonometrie: Die trigonometriſchen Zahlen; die wichtigſten Lehrſätze über Sinus, Koſinus, Tangens und Kotangens mit ent⸗ ſprechenden Aufgaben; die wichtigſten Fundamentalgleichungen des rechtwinkeligen Dreiecks(unvollendet); Wie⸗ derholung des Wichtigſten aus dem geometriſchen Unterricht während der 3 Seminarjahre. Zirvas.
4. Muſik. a. Harmonielehre.
II. Klaſſe wöchentlich 1 St. Sommer: Intervallenlehre; die Lehre von den Dreiklängen und ihren Umkehrungen; Anfang der Lehre vom Septimenakkord.— Winter: Die Lehre vom Septimenakkord und Nonenakkord, ihren Umkehrungen und Auflöſungen; Uebungen im reinen Satze.
1. Klaſſe wöchentlich 1 St. Sommer: Vollendung der Lehre vom Nonenakkord; der üͤbermäßige Sextenakkord und der Terzquintſextenakkord mit übermäßiger Sexte; die Lehre von den Verwandtſchaften der Tonarten.— Winter. Die Lehre von den Kadenzen; harmonieſirende Töne(Durchgangs und Wechſelnoten, Vorhalte zc.); Uebungen im reinen Satze, insbeſondere Choralbearbeitungen in enger und weiter Harmonie ꝛc.
b. Geſang. III. Klaſſe wöchentlich 3 St. Elementargeſangübungen nach der Geſangſchule von Richter. Ein⸗ und mehrſtim⸗ mige Lieder; Choralgeſang. Il. u. I. Klaſſe wöchentlich 3 St. Chor⸗ und Sologeſang; Motetten, Chöre dc.; Choral⸗ und liturgiſcher Geſang.
c. Orgel. III. Klaſſe wöchentlich 2 Stunden in 2 Abtheilungen. Uebungen zur Regelung der Applikatur; Spielen kleiner Ka⸗ denzen und Vorſpiele; Choralſpiel.
II. Klaſſe wöchentlich 2 St. in 2 Abtheilungen. Choralſpiel; Transponieren der Choräle; größere Prä⸗ und Poſt⸗ ludien, Fugen dc.
1. Klaſſe wöchentlich St. Wie Kl. Il.; Uebungen im Modulieren; Begleitung des liturgiſchen Geſanges; gelegent⸗ liche Unterweiſung über Bau und Behandlung der Orgel. d. Klavier.
IHl. Klaſſe wöchentlich 2 St. in Abtheilungen. Handſtücke; Etuden, Sonaten ꝛc. noch der Fertigkeit des Einzelnen.
2 II. Klaſſe wöchentlich 2 St. in 2 Abtheilungen. Wie Kl. III.
1. Klaſſe wöchentlich 2 St. in 2 Abtheilungen. Wie Kl. III., gemeinſchaftliches Spiel von Schülern der verſchie⸗ denen Klaſſen zu 4, 6, 8 Händen Meiſter.
e. Violine. Ill. Klaſſe wöchentlich 1 St. Treff⸗ und Bogenſtrichübungen: Duettſachen; Thoralmelodien in den vorgeſchriebenen
Tonarten.. Il. Klaſſe wöchentlich 1 St. Schwierigere Uebun gsſtücke, Duettſachen und Choralmelodien. Zirvas. J. Klaſſe wöchentlich 1 St. Auswendigſpielen von Chorälen und Lie dern; Konzertſachen mit Begleitung der Orgel.
Meiſter.
5. Geſchichte.
(Die Weltgeſchichte im Ueberblick, von Dr. J. Bumüller.)
MII. Klaſſe wöchentlich 2 St. Sommer: Haupctereigniſſe aus der Geſchichte der orientaliſchen Völker und aus der griechiſchen Geſchichte bis zu den Perſerkriegen.— Winter: Fortſetzung der griechiſchen Geſchichte; römiſche Geſchichte bis auf Auguſtus; Einzelnes aus der Kaiſergeſchichte; geographiſche Ueberſicht der betreffenden Länder. Kehrein.
II. Klaſſe wöchentlich 2 St. Sommer: Geſchichte der Deutſchen vom erſten Auftreten derſelben in der Geſchichte bis zu den ſächſiſchen Kaiſern.— Winter: Fortſetzung der Geſchichte der Deutſchen bis auf Albrecht II.; von da an in überſichtlicher Darſtellung bis Ende des Mittelalters.


