Jahrgang 
1867
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Vom Centralvorſtande des Gewerbevereins für Naſſau wurde zu Gunſten des Gewerbezeichenunterrichtes an

das Seminar überſendet:

a. W. Bogler, Ornamentale Vorlagen für Gewerbſchulen und zum Selbſtunterrichte. 2 Exempl. à 4 Heften.

b. W. Bogler, Ornamente im Geſchmacke des Florentiniſch⸗Venetianiſchen Styls. 2 Exemplare.

c. Vier ſchöne Modelle zum Gebrauche beim Unterrichte in der darſtellenden Geometrie.

Dieſe Zuſendungen ſind in dem betr. Cataloge verzeichnet worden.

d. Für jeden der am Unterrichte im gewerblichen Zeichnen theilnehmenden Seminariſten ein Exemplar der SchriftUeber den Zeichenunterricht an den Gewerbſchulen des Herzogthums Naſſau ꝛc ꝛc. von Dr. Emil Hildebrand. Deßgleichen 100 weitere Exemplare für jeden anderen Seminariſten.

Namens der Anſtalt wird hiermit der gebührende Dank ausgeſprochen. Lex.

C. Muſik.

1. Geſang. IHI. Kl. 2 St. Die Elemente des Geſanges, einzeln und verbunden. Uebungen im Treffen der Intervalle; leichte mehrſtimmige Lieder. Volkslieder. 1 St. Choralgeſang. Memoriren ausgeſuchter Melodien. II. u. I. Kl. 2 St. Mehrſtimmige Lieder, Chöre, Motetten ꝛc. für Chor und Solo. II. u. I. Kl. 1 St. Choralgeſang mit und ohne Orgelbegleitung; Memoriren der gebräuchlichſten Choralmelo⸗ IHI., II. u. I. Kl. 1 St. ſ dien; mehrſtimmige Choräle.

I. Kl. 1 St. Anleitung zum Ertheilen des Geſangunterrichtes in der Elementarſchule und praktiſche Verſuche mit Kindern Das Vorſingen wurde in der Kirche und bei den Schulandachten geübt.

2. Orgel.

III. Kl. 2 St. in 2 Abth. Ausgewählte leichte Choräle. Pedalübungen.

II. Kl. 2 St. in 2 Abth. Die gebräuchlichſten Choräle mit Pedal; leichte Orgelſtücke.

I. Kl. 2 St. in 2 Abth Fortgeſetztes Choralſpiel mit Pedal; verſchiedenartige Orgelſtücke. Bekanntmachung mit den weſentlichen Theilen der Orgel; Belehrung über den Gebrauch der Regiſter. Außerdem übten ſich die Zöglinge aller Klaſſen privatim regelmäßig auf der Orgel. Bei den Morgen⸗ und Abendandachten verſahen die Seminariſten der I Klaſſe abwechſelnd den Organiſtendienſt.

3. Klavier.

IlI., II. u. I. Kl., jede 2 St. in 2 Abth. Einüben von Handſtücken, Sonaten, Etüden ꝛe., ausgewählt nach der Fertigkeit der Einzelnen.

4. Violine Ill, II. u. I. Kl., jede 1 St. Uebungsſtücke, der Fertigkeit jeder einzelnen Abtheilung entſprechend. Quartette mit den Geübteren, ſowie Tonſtuͤcke für Violine und Orgel. Feye.

d. Gymnaſtik.

Der Turnunterricht wurde während des Sommers in wöchentl. 4 Stunden an die Seminariſten und an die Uſinger Schuljugend ſo ertheilt, daß eine regelmäßige Stufenordnung in Ordnungs⸗ und Freiübungen nach Lion, an den Geräthen nach Dieter erfolgte, wobei Klaſſe I Turnpraxis mit den Schulknaben anſtellte.

Während des Winters wurden im großen Seminarſaale dieſe Turnübungen mit gleicher wöchentlicher Stun⸗ denzahl in 2 Abtheilungen, Kl. III u. II. u. Kl. I. mit der Schuljugend, fortgeſetzt. Da der Saal durch Aufſtellung der Wintergeräthe zu Ordnungsübungen zu beſchränkt war, ſo wurden dieſe minder ausgedehnt.

Georg Schweighöfer, Turnlehrer.

3. Disciplin.

Obſchon die politiſchen Ereigniſſe des Sommers auch auf das ſtille Leben des Uſinger Seminars nicht ohne Einflüſſe blieben, ſo befriedigte dennoch dte Haltung der Zöͤglinge während des verwichenen Schuljabres in beſonderem Maße, ſo daß insbeſondere der Kl. I. mancherlet