Jahrgang 
1903
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III. Uebersicht über den Besuch der Anstalt.

Klassen 83:SE. Z 2 V 7 8 25 53 52 3 5 d 5 5 2 8 F6

825= 5 2 2 5 3 5 Ober-Sek. 13 13 3 12 1 7 6 Unter-Sek. 13. 13 1 12 12 1 6 7 Ober-Tert. 21 3 24 2 22 21 1 2 15 9 Unter-Tert. 23 3 26 2 24 24 2 15 11 Quarta 26 26 3 23 23 1 2 19 7 Quinta 24 1 25 4 21 23 1 1 16 9 Sexta 32 1 33 33 25 3 5 20 13 152 8 160 12 148 140 9 11 98 62

Am Lateinunterricht nahmen insgesamt 43 Schüler teil.

Der Untersekundaner Friedrich Dern unterzog sich im Herbst der Einjährigen-Prüfung (Abschluss-Prüfung) und bestand dieselbe.

IV. Jahresgeschichte der Anstalt.

A) Die Einweihnung des neuen Schulgebäudes.

Von hervorragender Bedeutung ist das abgelaufene Schuljahr dadurch geworden, dass in ihm das neue Schulgebäude vollendet und seiner Bestimmung übergeben wurde. Nachdem während des Sommers eifrig an der inneren Ausstattung gearbeitet worden war, konnte als Tag der Ein- weihung Dienstag. der 14. Oktober. festgesetat werden. An diesem Tage, morgens um 10 Uhr, ver- sammelten sich die Festgäste, sowie die Lehrer und Schüler der Anstalt in dem Hofe der alten Schule. Als Vertreter der Grossherzoglichen Staatsregierung waren Herr Geh. Oberschulrat Nodnagel und Herr Oberbaurat Klingelhöffer erschienen, vom Grossh. Kreisamt Friedberg hatte sich Herr Kreisrat Fey eingefunden.

Mit einer kurzen Ansprache nahm der Direktor Abschied von dem alten Schulgebäude, der bescheidenen Stätte langjähriger Tätigkeit, dem stillen Zeugen des allmählichen Heranwachsens der Anstalt.

Darauf setzte sich, unter Vorantritt der Kapelle des 168. Regiments. der stattliche Festzug in Bewegung, an dem ausser den schon Genannten die Architekten. Herr Baurat Schnitzel. Herr Regierungsbauführer Gross und Herr Kreisstrassenmeister Metzger. ferner Herr Bürgermeister Küchel und der gesamte Stadtrat, Vertreter der Garnison und der Zivilbehörden, sowie viele frühere Lehrer und eine grosse Zahl ehemaliger Schüler der Anstalt teilnahmen.

Nach der Ankunft an dem neuen Gebäude ergriff zunächst Herr Baurat Schnitzel das Wort, hob die grosse Opferfreudigkeit der Stadt anerkennend hervor und richtete besonders an die Schüler die eindringliche Mahnung, sich dieses Opfers würdig zu erweisen und das ihnen gewidmete neue Haus immer in Ehren zu halten. Sodann überreichte er. den Bau dem Schutze der Stadt em- pfehlend, den Schlüssel Herrn Bürgermeister Küchel, der ihn mit dem Gelöbnis treuer Behütung des Hauses Herrn Geh. Oberschulrat Nodnagel übergab. Dieser reichte ihn mit dem Ausdruck der Hoffnungen, die sich an das Ereignis knüpfen, dem Direktor, der nun aufschloss, wünschend, dass das Gebäude seiner Bestimmung entsprechen möge zum Segen der Jugend, zum Wohle der Stadt, zum Heile des Vaterlandes.