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Jakob Hellwig, geb. am 4. Juli 1872 zu Lampertheim, Kreis Bensheim, beſuchte von Herbſt 1881 bis Oſtern 1890 das Gymnaſium zu Bensheim und widmete ſich nach beſtandener Reifeprüfung dem Studium der Neuphilologie auf den Univerſitäten zu Marburg und Gießen. Juli 1894 unterzog er ſich der Staatsprüfung und erlangte die facultas docenti für Deutſch, Franzöſiſch, Engliſch und Geſchichte. Darauf begann er ſeinen Acceß an dem mit dem Gr. Neuen Gymnaſium zu Darmſtadt verbundenen pädagogiſchen Seminar. In den Monaten Juli, Auguſt und September 1895 hielt er ſich in der franzöſiſchen Schweiz auf. Vom 1. October 1895 bis dahin 1896 erfüllte er ſeine militäriſche Dienſtpflicht in der 5. Comp. des Inf.⸗Rgts. Nr. 118 zu Worms. Seit dem 1. Oktober 1896 iſt er proviſoriſcher Verwalter einer Lehrerſtelle an der Gr. Realſchule zu Bingen a. Rh.
Ferner wurde Herr Kollege Dr. Auguſt Köhler am 4. November 1896 definitiv als Großh. Real⸗ lehrer an unſerer Anſtalt angeſtellt.
Die Anſtalt wurde am 26. und 27. Juni 1896 durch Seine Exzellenz Wirkl. Geheimrat Freiherrn Dr. Knorr von Roſenroth und Herrn Geh. Oberſchulrat Soldan einer Reviſion unterzogen, die ſich beſonders auf den Betrieb des neu eingerichteten Progymnaſiums erſtreckte.
Zu militäriſchen Uebungen wurde diesmal nur Herr Kollege Hager vom 17. bis 30. Juni 1896 eingezogen
Am 25. November, dem Doppelgeburtstag Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs Ernſt Ludwig und Ihrer Königl. Hoheit der Großherzogin Victoria Melittafand eine Scul⸗ feier ſtatt, bei welcher Herr Kollege Haſſelbaum die Feſtrede über den Großherzog Ludwig l. hielt.
Am Geburtstag Seiner Majeſtät des Kaiſers fand ebenfalls eine Schulfeier ſtatt. Die Feſt⸗ rede hatte Herr Kollege Rouge übernommen. Sein Thema war der große Kurfürſt.
Eine öffentliche Schulfeier wurde am 22. März 1897 zum Gedächtnis des hundertjährigen Geburtstages weiland Kaiſer Wilhelm I. abgehalten. In der feſtlich geſchmückten Turnhalle verſammelte ſich außer den Lehrern und Schülern eine große Anzahl von Eltern, Freunden und Gönnern der Anſtalt. In die Feſtrede des Direktors waren Deklamationen und Geſänge eingeflochten, deren Reihenfolge aus dem am Schluß abgedruckten Programm erſichtlich iſt..
Für eine Schenkung der Spar⸗ und Leihkaſſe im Betrag von 150 M., welche zu Schülerbibliotheken verwandt werden ſoll, ſagen wir an dieſer Stelle unſeren ergebenſten Dank.
Die Anſtalt hat leider den Tod zweier hoffnungsvoller, braver und fleißiger Schüler zu beklagen. Jacob Schmitt aus Trechtingshauſen, Schüler der 5. Klaſſe, ſtarb am 7. März 1897 und Adolf Heymann aus Bingerbrück, Schüler der 6. Klaſſe, am 29. März 1897. Lehrer und Schüler gaben ihnen das letzte Geleit und bekundeten damit den Eltern ihre herzliche Teilnahme an dem ſchweren Verluſte.
2. Aeberſicht über die einzelnen Lehrgegenſtände und die für jeden derſelben beſtimmte Stundenzahl.
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