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1 15 2. Geschichte.
Unterprima: Die Verfassung der mittelalterlichen Stadt, soziale Bewegungen des 16. Jahr- hunderts(Die Preisrevolution des 16. Jahrhunderts, Der Frühkapitalismus), Die Staatsanschauungen dées 16., 17., 18. und 19. Jahrhunderts— auf Grund der Quellen.
3. Französisch.
Es nahmen vier Unterprimaner teil. In der ersten Hälfte des Halbjahres wurde die Welt- anschauung von Molière auf Grund von Besprechungen und Vorträgen über die Hauptwerke des Dichters eingehend erörtert. Die zweite Hälfte des Halbjahres war der Einführung in das Ver- ständnis der zeitgenössischen französischen Literatur, besonders der Wegbereiter des neuen Frank- reichs(André Gide, Romain Rolland, Paul Claudel) gewidmet.
4. Englisch.
1. Vorträge über Shakespeare; seine Kunst, seine Sprache, sein Stil, sein Wortschatz. Wie handhabt er den Blankvers? Wann gebraucht er den Reim und die Alliteration?(Beispiele aus Julius Caesar.) 2. Betrachtungen über die Syntax, den Stil und den Wortschatz Macaulays. Vergleich mit Carlyle. 3. Erziehung und Sport in England. Was bedeutet das weekend für den Engländer? Der englische Sonntag.
5. Chemie.
An der Arbeitsgemeinschaft nahmen sämtliche Unterprimaner teil. Die Stunden wurden z. T. dazu verwendet, den im theoretischen Unterricht durchgenommenen Lehrstoff durch praktische Übungen der Schüler zu befestigen und zu ergänzen, teils dienten sie, gleichfalls in Form von praktischen Übungen, der Einführung in die qualitative Analyse und in die Kenntnis der Metalle.
f) Die Einrichtung des künstlerischen und technischen Unterrichts.
1. Zeichnen.
Die Unterklassen zeichneten mit Buntstiften kolorierte Skizzen zum biologischen Unterricht, im Winter teils nach vorliegenden Gegenständen(Blätter, Werkzeug, Geräte, Modelle), teils nach Tafelskizzen des Lehrers, zuweilen nach freier Phantasie. Die Zeichnungen wurden meist koloriert, auch mit dem Pinsel gezeichnet. Von UIII ab wurde körperliche Darstellung geübt: Kisten und Kästen, Schachteln, Tisch, Bank und Stuhl, Töpfe, W9erkzeug, dazwischen Zierschrift, später Frucht- zweige und Knospenzweige. OIII übte im Freien, zeichnete in der Klasse ähnlich wie UIII, fertigte auch einige Zeichnungen zum geographischen Unterricht an, UII desgleichen. OII und UI besuchten öfter geeignete Plätze in der malerischen Oberstadt, bei ungünstigem Wetter wurden in der Klasse Malübungen gehalten, auch Bilder aus der Sammlung des Lehrers gezeigt.
2. Musik. In Ermangelung eines Musiklehrers musste während den Sommerferien der Gesangunterricht leider ausfallen. Vom 1. November ab wurden in VI und V je zwei Stunden wöchentlich erteilt. Die Klassen IV— O III bildeten den Chor, der in zwei Wochenstunden übte. Es wurde in zwei Abteilungen unterrichtet, da ein Musiksaal fehlte, seitdem die Aufteilung der Aula zu Unter- richtszwecken erfolgt war.
3. Bericht über Turnen, Spiel und Sport im Schuljahr 1925.
Wie auf dem ganzen Gebiete des Unterrichts und der Erziehung, so haben sich auch in bezug auf die Gestaltung der Leibesübungen in der Schule die Anschauungen gewaltig geändert; das Turnen steht nicht mehr abseits von den anderen Fächern, sondern es ist ein wichtiger Teil des


