Jahrgang 
1924
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k) Berufsberatung.

Gelegentliche Aufklärung über die Frage der Berufswahl, Beſuch hieſiger induſtrieller Anlagen uſw. erwieſen ſich in den kleinen Verhältniſſen der Anſtalt als ausreichend, zumal die in einen praktiſchen Beruf übergehenden Schüler meiſt in den elterlichen Betrieb eintreten. Dieſe Frage wird erſt mit dem Ausbau der Anſtalt von größerer Bedeutung werden.

4. Der Elternbeirat und ſeine Betätigung.

Der Elternbeirat beſteht auf Grund der Wahlen vom 29. Juni aus folgenden ordentlichen Mitgliedern:

.Kauſmann Carl Achenbach(Vorſitzender),

. Dipl.⸗Ing. Otto Brühl,

. Hüttenbeamter W. Arndt,

. Frau M. Müller,

.Buchbinder C. Amelung. Erſatzmitglieder:

Kataſter⸗Direktor Kürſchner,

Otto Rehm,

Frau H. Althaus,

. Otto Baum,

Carl Roßbach.

Der Elternbeirat nahm in ſeinen Beratungen insbeſondere zu der Frage Stellung, ob anſtelle des vom Herrn Miniſter einheitlich durchgeführten, ungeteilten Unterrichts mit Rückſicht auf die auswärt. Schüler, deren Rückkehr erſt mit den gegen 6 Uhr abends abgehenden Zügen erfolgen konnte, an einzelnen Nachmittagen Unterricht ſtattfinden ſolle, um ſo dieſen Schülern wenigſtens die Rückfahrt an den übrigen Tagen in unmittel⸗ baren Anſchluß an den Vormittagsunterricht zu ermöglichen. Ein dahingehender Vorſchlag wurde vom Herrn

Miniſter angenommen. v. Verſchiedenes.

a) Um die für den Ausbau des Realprogymnaſiums zu einer Vollanſtalt erforderlichen neuen Räume zu beſchaffen, wurde während der zu dieſem Zwecke verlegten und erweiterten Sommerferien ein Stockwerk auf das vorhandene Gebäude aufgeſetzt, welches einen nach Norden belegenen Zeichenſaal, 2 Klaſſenzimmer und Räume für die Bibliothek, die geſchichtlich⸗geographiſchen Lehrmittel und die für den Zeichenunterricht erforderlichen Utenſilien enthält. Der in Ausſicht genommene Bau eines Seitenflügels und die im alten Schulhaus notwendigen baulichen Veränderungen werden noch im Sommer 1925 zur Ausführung gelangen.

Dagegen iſt die Neuanlage des Schulgartens, einer ſür den biologiſchen Unterricht heutigen Tages unentbehrlichen Einrichtung, dank der unermüdlichen Tätigkeit und Opferbereitſchaſt des St.⸗Rats Dr. Beyer unter Mitwirkung einzelner Schüler nahezu vollendet.

Infolge der Verſchiedenheit der Bodenarten und Feuchtigkeit bietet der Garten auf kleinem Raum einen für das Fortkommen der wichtigſten in Betracht kommenden Pflanzen geeigneten Nährboden.

b) Ein ehemaliger Schüler der Anſtalt, Herr Univ.⸗Prof. Geh.⸗Rat Dr. Frank ſchenkte unſerer Bibliothek die von ihm ſelbſt verfaßten Werke: 1. Naturrecht, geſchichtliches und ſoziales Recht, 2. die belgiſche Neutralität, 3. das Seekriegsrecht. Ferner Haſſert: Die Verein. Staaten v. Amerika; Konow: Indien unter der engliſchen Herrſchaft; Littmann: Morgenländiſche Wörter im Deutſchen.

Durch Erlaß vom 27. 3. 25 U II Nr. 5957 genehmigte der Herr Miniſter die Anſchaffung von Büchern und Lehrmitteln bis zur Koſtengrenze von 5000 Mk. Dadurch iſt es der Anſtalt möglich geworden, ihre Sammlungen, für die in der Kriegs⸗ und Nachkriegszeit leider nur ganz unzureichende Mittel zur Verfügung ſtanden, den heutigen Anforderungen entſprechend auszugeſtalten.

c)Die Vereinigung der Freunde unſerer höheren Schule, die auch den Kindern unbemittelter Eltern den Beſuch unſerer Anſtalt ermöglichen will, ſtiftete in dieſem Jahre 12 Freiſtellen.

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