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b) Von den im Schuljahr 1924 abgegangenen Schülern traten über: 1. in anderen Schulen: 3 2. in einen praktiſchen Beruf: 13 3. geſtorben: 1 c) Durchſchnittsalter der Schüler am 1. Februar 1925.
0O II[U IIo III[U II IWV V VI 17,5 16,6 15,3 14,4] 13,2] 11,9[10,9 Jahre
d) Religion, Staatsangehörigkeit und Heimat der Schüler(1. 2. 1925).
Von 179 Schülern waren 168 evangeliſch, 10 katholiſch, 1 israelitiſch. 177 Schüler waren Preußen, 2 nichtpreußiſche Reichsangehörige. Die Zahl der Einheimiſchen betrug 81, die der Auswärtigen 98, davon 6 in Penſion und 75 Fahrſchüler. Die übrigen legten den Schulweg zu Fuß zurück
e) Das Schlußzeugnis erhielten 10 Schüler. f, Befreiung vom verbindlichen künſtleriſchen, techniſchen und Religionsunterricht.
Am Unterricht in Religion, Zeichnen und Singen nehmen ſämtliche Schüler teil. Auf Grund ärztlicher Zeugniſſe waren vom Turnunterricht befreit in VI 5, in V 2, in IV u. IIIb je 3, in UII 1, insgeſamt 14 Schüler.
g) Teilnahme am freiwilligen Unterricht.
Am Unterricht im Spaniſchen nehmen 7 Oberſekundaner teil.
h) Schülerſelbſtverwaltung, Schülervereine, aufgabenfreier Nachmittag, Wanderungen und Schulſport, Geſundheitszuſtand. Zum Berater wählten die Schüler Oberſchullehrer Zimmermann, zum Obmann den Oberſekundaner Geiß. Beſondere Aufgaben auf dem Gebiet der Selbſtbetätigung erwuchſen den Schülern bei der Ordnung und Errichtung einzelner Sammlungen, der neuen Schulräume und insbeſondere auch des Schulgartens. An der Anſtalt beſtehen 2 Schülervereine. Der Schulgruppe des Vereins ſür das Deutſchtum im Ausland gehören ſämtliche Schüler an. Am 20. Febr. hielt St. R. Dr. Spohr⸗Bremen in der Aula der Anſtalt einen Vortrag über die Leiden unſerer
Volksgenoſſen in den bedrohten Grenzmarken. Die zu ihrer Unterſtützung eingeleitete Sammlung ergab den Betrag von 430 Mark.
Das Schülerorcheſter veranſtaltete am 4. Juli ein Konzert im Waldhotel„Tannhäuſer“, das ſich eines ſehr regen Beſuches erfreute. Unter der bewährten Leitung ſeines Dirigenten Studienrat Appel und unter freundlicher Mitwirkung einiger Mitglieder des Lehrerkollegiums wurden in bunter Reihenfolge Phantaſie⸗ ſtücke, Ouvertüren, Gavotten und Märſche flott und taktzeſt vorgetragen. Reicher Beifall lohnten den tüchtigen Leiter und die jugendlichen Spieler.
Die aufgabenſreien Nachmittage dienten dem Spiel und Sport. Die monatlichen Wanderungen erſtreckten ſich mit Rückſicht auf die ungünſtigen Zugverbindungen faſt ausſchließlich in die waldreiche Umgebung
Biedenkopfs. Der Geſundheitszuſtand der Schüler war im allgemeinen ein guter. 4. i) Schulgeld. Der Schulgeldſatz betrug 10 Mk. im Monat. 4 Schüler erhielten eine ganze, 10 eine halbe, 24 eine viertel Freiſtelle. Schülerhilfsbücherei.
7 ½% des einkommenden Schulgeldes wurden für Neuanſchaffungen der Schülerhilfsbücherei ver⸗ wendet, um den Eltern die beſonders koſtſpieligen Aufwendungen für ſolche Bücher zu erſparen, die der Privat⸗ lektüre dienen oder als Hilfsmittel ſür den Unterricht erwünſcht ſind.


