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Obertertia. 1. Das Reiſen früher und jetzt. 2. Die ungleichen Kinder Evä(Inhaltsangebot des Stückes von Hans Sachs.) 3. Jung gewohnt, alt getan. 4. Was treibt die Menſchen in die Ferne? 5. Was erfahren wir aus Wilhelm Raabes Novelle„Die ſchwarze Galeere“ von dem Leben und den Taten des Jan Jorris? 6. Was iſt über den Gebrauch der Fremdwörter zu ſagen? 7. Wie entwickelt ſich Beatriax „Das Spielmannskind“, zu einer vornehmen Dame?(nach der Riehlſchen Novelle.)
Untertertia. 1. Die Liſten Hagens zur Ermordung Siegfrieds. 2. Heimkehr von der Jagd. 3. Wie ich meine Ferien verbrachte. 4. Gunildens Befreiung. 5. Die Rede des Wehrers für Fiskulf. 6. Das Schickſal eines fahrenden Sängerpaares. 7. Konradies Verurteilung. 8. Damon, ein Vorbild echter Freundes⸗ treue. 9. Eine fromme Tat Rudolfs von Habsburg. 10. Wie Reineke Fuchs den Bären überliſtet.
⁊) Auſgaben der ſchriftlichen Schlußprüfung, Oſtern 1925.
Deutſcher Aufſatz: Wie gelingt es Storm, in den Novellen ſeiner Frühzeit die romantiſche Stimmung zu erwecken?
Mathematiſche Aufgaben:
1. Eine Anzahl Perſonen verzehrten für 16 Mark. Wären ihrer noch 4 mehr geweſen und hätte jeder noch für 0,40 Mark mehr verzehrt, ſo hätte ſich die Rechnung auf 22 Mark belaufen. Wieviel Perſonen waren es, und wiediel mußte jede einzelne Perſon bezahlen?
2. Zwei Orte A und B die durch einen Berg getrennt ſiad, ſollen durch einen geradlinigen Tunnel verbunden werden. A und B ſind von einem dritten Orte C a= 9,9573 km bezw. b— 3,3805 km entfernt. Unter welchen Winkeln muß der Tunnel von A und B aus vorgetrieden werden, wenn der Winkel A CB= vy= 82⁰ 38 16“ gemeſſen war? Wie lang iſt der Tunnel?
3. Aus 2 Kugeln, die 12 kg und 5 kg wiegen, wird eine einzige gegoſſen. Wie groß iſt deren Ober⸗ fläche, wenn das ſpeziv. Gewicht des Metalls s— 8 iſt und 2% beim Schmelzen verloren gehen?
Latein, Franzöſiſch, Engliſch.
Ueberſetzungen aus dem Deutſſchen in die Fremdſprache.
f) Künſtleriſcher und techniſcher Uaterticht. Muſik.
In VI. und V. wurden in je 2 Wochenſtunden Klaſſenunterricht erteilt. IV. bis O. II. bildeten den Chor, der durch ſtimmbegabte Schüler der VI. und V. in ſreiwilliger Beteiligung verſtärkt wurde und in 2 Wochenſtunden übte Sopran und Alt ſowie Tenor und Baß wurden darüber hinaus in je 1 Stunde geſondert unterrichtet. Im Stimmwechſel befindliche ſowie weniger begabte Schüler waren in beſonderen Uebungsgruppen vereinigt..
Zeichnen.
Den Zeichenunterricht gab in Vertretung des z. Zt. fehlenden geprüften Zeichenlehrers mit Genehmigung der Behörde der Unterzeichnete. Der Unterricht dieſes Jahres litt unter äußeren Hemmungen. Die als Zeichenſaal benutzte Aula war infolge des Umbaues der Schule den größten Teil des Jahres über geſperrt, ſodaß der Zeichen⸗Unterricht in den Klaſſenzimmern gegeben werden muß'e, deren Enge und teilweiſe Dunkel⸗ heit ſehr ſtörend wirkte. Erſt im Jan. 1925 wurde der neue Zeichenſaal benutzbar, obwohl auch hier die dichtgefüllten Unterklaſſen auf den alten Bänken ſehr eng ſaßen. Die Anſchaffung beſſerer Tiſche und Bänke ſoll erſt erſolgen, ſobald der erwartete geprüfte Zeichenlehrer ſein Amt antritt. In den Unterklaſſen wurde der Lehrgang und Lehrſtoff von Baumgarts Leitfaden zu Grunde gelegt, und einfach Modell Nr. 8 nach der Wirklichkeit, teils aus dem Gedächtnis gezeichnet und koloriert, nicht in Paſtell, ſondern nur in Waſſerfarben Auch Pinſelübungen wurden, da der Pinſel freieren Strich erlaubt als der Zleiſtift, ſchon deswegen öfter vorgenommen. Iam Zeichnen begabte Kinder brachten häufig dem Lehrer zu Hauſe geſertigte Malübungen mit. In der Klaſſe waren als Vorlagen beliebt Tafelſkizzen des Lehrers in bunter Kreide, vereinfachte Landſchaſten


