Jahrgang 
1891
Einzelbild herunterladen

20

VII. Mitteilungen an die Schüler und deren ICltern.

1. Ordnung der öffentlichen Prüfung.*) Freitag, den 20. März 1891. Vormittags: 9 9 ½. V.: Franzbsisch Herr Flach. 9 ½ 10. IV.: Rechnen Herr Mourcan. 10 10 ½. III.: Englisch Ierr Harff. 10 ½ 11. II.: Geschichte lerr Dr. Wolscht.

Gesang: Lobet den Herren.

Abschiedsrede des Abiturienten Robert Arnold.

Gesang: Nun ertönt die Abschiedsweise, von JIsenmann.

Schlußwort des Rektors und Pntlassung der Abiturienten. Choral: Lob, Ehr undl Preis sei(iott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im hohen Himmelsthrone: dem dreieinigen(iott, als er im Anfang war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar!

*) Bemerkung: Auf die l'rütung jeder Klasse folgt ein Vortrag eines Schülers derselben. Die Zeichnungen der Schüler sind im Klassenzimmer der Quinta ausgelegt.

2. Bekanntmachung in betreff des neuen Schuljahres.

Das neue Schuljahr beginnt Donnerstag, den 9. April. Die Prüfung der nen eintreten- den Schüler flndet am Donnerstag, den 9. April, vormittags 8 Uhr, im Schulhause statt. Alle, welche zur Prüfung gestellt werden, müssen ein Zeugnis von der bisher besnchten Schule, einen Impfschein und, wenn sie das 12. lL.ebensjahr überschritten haben, auch einen Schein über Wie- derimpfung vorlegen.

Bedingungen für die Aufnahme in die Sexta sind:

1. Geläufigkeit im Lesen deutscher und lateinischer Druckschrift;

2. Fertigkeit. Vorgesprochenes in beiderlei Schrift ohne gröbere Fehler gegen die Recht- schreibung leserlich, reinlich und nicht zu langsam nachzuschreiben;

3. Sicherheit in den 4 Girundrechnungsarten mit zunzen Zahlen;

4. Einige Kenntnis der biblischen Geschichte.

Es ist nicht wünschenswert, sogar für Schule und Schüler nachteilig, wenn, wie es öfter vorgekommen ist, ältere Knaben zur Aufnahme in die Sexta gebracht werden. Die geeignetste Zeit zum Eintritt in diese Klasse ist im Beginn des 10. Lebensjahres. Bei jährlicher Versetzung können die Schüler nach sieben Jahren, also nach vollendetem 16. Lebensjahre, die Schule durchgemacht haben; es bleibt alsdann noch Zeit genug, um auch einen praktischen Beruf zu