Jahrgang 
1881
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Für alle vorstehend erwähnten Geschenke spreche ich im Namen der Schule den schul- digen Dank aus.

III. Geschichte der Schule.

Aus dem Schuljahre 1879/80 ist noch nachzutragen, dass die drei Schüler der Secunda, welche sich Ostern 1880 der Abgangsprüfung unterzogen, in der Zeit vom 24. 28. Febr. 1880 die schriftlichen Aufgaben bearbeiteten. Diese waren ausser dem lateinischen, französischen und englischen Exercitium folgende: 1. Deutscher Aufsatz: Ileinrichs I. Verdienste um Deutschland. 2. Mathematische Arbeit:

a, Man bestimme die Ilöhe einer Kugelealotte, welchenn mal so gross ist als ihre Grundfläche.

b. Auf einer Seite eines Flusses hat man am Ufer entlang eine Standlinie von a- 41,2, an deren nnden eln jeuseits stehender Pfahl unter Winkeln von B 680 44 13 und GC 710 1310 gegen die

Standlinie geschen wird. Wie breit ist der Fluss?

c. Jemand hat 25 Jahre hindurch jcdes Jahr 1000 Mark zu zahlen. Nach wie viel Jahren kann er die sunze Summe von 25000 Mark auf einmal bezalilen, die Zinsen 2zu 5% gerechnet, wenn die 1000 Mark ain Anfang jeden Jahres gezahlt werden sollen?

d, Wie viel Centner Roggen erhäült man für 250 Centner IHlafer, wenn der L'reis des Raggens 30% unter dem des Weizens, und der Dreis des Weizens 90% über dem des Hlafers steht?

Die mündliche Prüfung fand unter Vorsitz des mit der Stellvertretung des Königlichen

Kommissarius beauftragten Rektors am 16. März 1880 statt. Die geprüften Abiturienten waren:

1, Oscar Erlenbeck, geboren zu Wittgenstein, 18 Jahre alt. evungelischer Konfession, Sohn des Gene- ralkassierers Kar! Erleubeck daselbst; war 41 ½2 Jahre auf der Schule, davon 2 Jahre in der Socunda und erwarb sich das Zeugnis der Reife mit dem l'rägikatgutr bostanden. Er wird sich dem Forstfache widmen. Qeinrich Heinzerling, geboren zu Biedenkopf. 18 Jaſtre alt, evungelischer Konfession, Sohn des Tuchfabrikanten Jacob Ileinzerling dahier: besuehte 8 Jahreé die Schule, davon 2 Jahre die Seeunda und erwarb sich das Zeugnis der Keife mit dem Prüdikatgut bestanden. Ur wird zum Justiz-Subaltern- dienst übergehen. Ferdinand Starck, zeboren zu Bartenberg, 18 Jahre alt, evungelischer Konfession, Sohn des Stadt- rechners Heinrich Starck daselbst; war 8 Jahre auf der Schule, davon 2 Jahre in der Secunda und bekam das Zeugnis der Reife mit dem Prädikatgenügend bestanden. Er wird sich dem Justiz-Subalterndienst widmen. Die Eröffnung des Schuljahres fund am Montag, den 5. April 1880, in üblicher Weise unter Bekanntmachung der Schulgesetze statt. Der Unterricht wird am Samstag, den 9. April d. J. geschlossen werden. Ferien garen vom 15. bis 19. Mai, 4. Juli bis 1. August, 26. Septem- ber bis 10. October und 23. December 1880 bis 5. Januar 1881.

Sehr bald nach Beginn des Schuljahres erkrankte der ordentliche Lehrer Bork. Sein

Leiden steigerte sich derartig, dass er auf Grund ärztlichen Gutachtens vom Monat Mai ab bis zum Schluss des Sommerhalbjahres beurlaubt werden musste. Die Vertretung wurde von sämt- lichen Mitgliedern des Lehrer-Kollegiums auf das bereitwilligste übernommen. Von Michaelis ab wurde Herrn Bork durch Verfügung des Königl. Provinzial-Schulkollegiums vom 28. Sept. eine ordentliche Lehrerstelle am Gymnasium zu Fulda verliehen, In seine Stelle rückte der bis dahin 5. ordentliche Lehrer der Anstalt Herr Kraatz, und mit Vertretung der 5. ordentlichen Lehrer- stelle wurde Herr Dr. Hunrath, bisher als wissenschaftlicher Hilfslehrer am Gymnasium zu