Jahrgang 
1930
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helfen, daß dieſe ſoziale Aufgabe nicht aus dem Auge verloren wird und daß alle Hemmungen, die ſich dieſer Hauptaufgabe der Aufbauſchule entgegenſtellen, beſeitigt werden. Ein beſonderes Ziel der Elternvereinigung bleibt die Pflege vertrauensvoller Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus, die gerade beſonders notwendig ſind, da die Mehrzahl der Schüler meiſt aus abgelegenen Dörfern ſtammen und in dem Schü⸗ lerheim Wohnung und Koſt erhalten. Dieſem Zwecke dienen beſonders die großangeleg⸗ ten Elterntage; Schule, Schulleitung und Lehrerkollegium ſtellen ſich an dieſen Tagen ausnahmslos in den Dienſt der Sache. Am Vormittag findet eine allgemeine Elternverſammlung mit belehrenden Vorträgen, Beratungen, Berichten über die Tätig⸗ keit des Elternausſchuſſes u. ſ. w. ſtatt. Auf dem erſten allgemeinen Elterntag 1927 ſprach Studiendirektor Kraus⸗Uſingen überSchule und Elternhaus unter Berückſich⸗ tigung der Verhältniſſe an den preußiſchen Aufbauſchulen; 1928 behandelte der Un⸗ terzeichneteDie Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus; den Verlauf des El⸗ terntags 1929 ſiehe unter Schulfeiern.

Nach dem gemeinſchaftlichen Mittageſſen in unſerem feſtlich geſchmückten Speiſe⸗ ſaal folgen im Garten Stunden der Erholung und Unterhaltung durch turneriſche Darbietungen, Vorträge des Schülerchors und Schülerorcheſters, Aufführung von Büh⸗ nenſtücken u. a. Zwiſchendurch benutzen die Eltern gerne die Gelegenheit, ſich über Betragen und Leiſtungen ihrer Söhne mit den Lehrern auszuſprechen. Zu allen Eltern⸗ tagen waren bis jetzt die Eltern ſo gut wie vollzählig erſchienen(Schülerzahl 160 bis 180), ein Beweis für das Intereſſe, das die Eltern unſerer Schule entgegenbringen, zumal ſie über die ganze Provinz vielfach in abgelegenen Dörfern zerſtreut wohnen; auch die Zahl der ſonſtigen Angehörigen und der Freunde der Anſtalt, namentlich aus der Lehrerſchaft, wächſt von Jahr zu Jahr.

So iſt ein ſolcher Elterntag ganz beſonders wertvoll, er ſoll und muß neben dem Zweck, der auch an anderen Schulen mit ſolchen Veranſtaltungen verbunden iſt, das Verſtändnis für die beſondere Bedeutung und die beſonderen Aufgaben gerade der Auf⸗ bauſchulen wecken; er muß die Liebe grade zu dieſer neuen Schulgattung in die Herzen der Eltern, auch derer, die in Zukunft erſt ihre Kinder dorthin ſenden werden, ſenken und ſie muß in offenem Gedankenaustauſch aus Wünſchen, Bedenken, Forderungen und Anerkennungen der weiteren gedeihlichen Entwicklung der Aufbauſchule dienen und ihr immer neue Freunde gewinnen.

Alle Tagungen zeigen in ihrem ſchönen und harmoniſchen Verlauf, daß ſie ihren Zweck erfüllen und daß die beſten Beziehungen zwiſchen Schule und Elternhaus zum Vorteile für beide Teile beſtehen.

Ein vorläufiger Zuſammenſchluß einiger früherer Aufbauſchüler führte am 9. März zur Gründung einer VereinigungehemaligerSchüler, die in enger Verbindung mit der Schule für die neue Schulgattung eintreten wollen.

12. Verbeſſerung und Einrichtung des Schulgebäudes. Im Laufe der Sommer⸗ und Herbſtferien konnten dank der Fürſorge des heſſiſchen Hochbau⸗ amtes wieder eine Reihe von Schulräumen, z. B. der Religionsſaal, Kombinationsſaal, die Säle der U III, O III, das Amtszimmer des Direktors, einige Zimmer der Küchenhaus⸗ hälterin, vor allem aber 8 Wohnräume und Flur in den beiden Kuppeln des Schüler⸗ heims hergeſtellt werden; desgleichen wurden zwei Aborte im Heim eingebaut. Unbedingt notwendig iſt die Einrichtung von zwei Waſchräumen.

Auch die vorgeſehene Anlage des elektriſchen Lichtes in einigen Schulräumen und in der Turnhalle konnte weitergeführt werden.

Auch in der Innenausſtattung des Heims konnten erfreuliche Fortſchritte erzielt werden durch den Ankauf von 25 neuen eiſernen Bettſtellen und die Ausbeſſe⸗ rung und den Anſtrich von 30 Schränken.