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Anſchluß an die Gärten der Umgebung vermitteln nach allen Seiten Baumpflanzungen und Gartenanlagen. Den großen Spielplatz öſtlich des Seminars trennt eine um 60 5entimeter höher gelegene, mit Linden bepflanzte Terraſſe von der Straße; den Spielhof der Übungs⸗ ſchule, dem Gebäude nach Süden vorgelagert, beſchattet eine würdige Verſammlung deut⸗ ſcher Waldbäume. Das Direktorwohnhaus an der Südoſtecke des Grundſtücks umgibt ein großer Siergarten. Birken begleiten im Süden und Oſten die Mauer, die das Grund⸗ ſtück umgibt, an der Rordſeite jedoch Akazienbäume. Den botaniſchen Garten, der ſich weſt⸗ wärts in die Ebene hineinerſtreckt, umfriedigt ein hHolzzaun, den ſpäter eine gepflanzte hecke erſetzen wird. Pappeln längs dieſer hecke im Norden und Süden. rot⸗ und weiß⸗ blühende Kaſtanien auf der oberſten Terraſſe des Gartens, und alte Obſtbäume auf dem Damm, der ihn vom Winkelbach trennt und der willkommenen Platz für ein langgeſtrecktes Vogelſchutzgehölz bot, ſchließen das Ganze energiſch gegen die umgebenden ſchmalen Straßen ab. Das Gebäude ſelbſt iſt an allen Außenwänden mit Kletter⸗ und Schlingpflanzen ver⸗ ſchiedenſter Art bepflanzt, ſodaß nach einer nicht langen Reihe von Jahren das Bauwerk, von Efeu und wildem Wein, Roſen, Clematis u. a. umſponnen, inmitten dichter Baum⸗ pflanzungen und ausgedehnter Gärten mit Mutter Erde verwachſen und mit der Land⸗ ſchaft verſchmolzen ſein wird. Der Reubau enthält:
I. Das Seminar mit 6 Klaſſenzimmern, einer Kombinationsklaſſe, 1 Religionsklaſſe, 1 Zeichenſaal mit Modellraum, 1 Turnſaal, 1 Muſiklehrſaal mit Raum für die Muſik⸗ bibliothek, 4 Orgelübungsräume, Räume für Muſikeinzel⸗ und Sammelübungen, einen Saal für Chorgeſang und Grcheſterſpiel, 1 Lehrſaal für phyſik und Chemie mit 2 Vorbe⸗ reitungsräumen, 1 Sammlungsraum und 1 übungsraum mit Dunkelkammer, ferner 1 Lehrſaal für Raturgeſchichte inmitten der Räume für die geologiſchen, zoologiſchen und bo⸗ taniſchen Sammlungen, Räume für die geographiſche und die mathematiſche Sammlung, das Sitzungszimmer, das Direktoramtszimmer mit Dorzimmer und RKegiſtratur, 1 pedellenzim⸗ mer, 2 Räume für Lehrer⸗ und Schülerbibliothek, 2 Leſezimmer, Hallen in jedem⸗ Geſchoß beſondere Kleider⸗ und Bücherablagen für je 2 Klaſſen, handfertigkeitsräume und zwei Pavillons für den Unterricht im botaniſchen Garten.
II. Die Übungsſchule mit 4 Klaſſen, 1 Seichenſaal, 1 Raum für RKeligions⸗ und für Raturlehre, 1 Lehrerzimmer und Sammlungsräume.
III. An wirtſchaftlichen Rebenräumen: Die Räume für 5entralheizung mit 5entral⸗ warmwaſſerleitung für Küche, Bäder und apfſtellen in allen Geſchoſſen, Baderäume, z. T. mit Mulden für die Volksſchüler, z. T. mit Sellen für die Seminarzöglinge und mit Wannen.—
IV. Die RKochküche mit Spül⸗ und Gemüſeputzküche und den erforderlichen Ueben⸗ und Kellerräumen.
V. Wohnungen: 1) für den Direktor, 2) für 2 unverheiratete Lehrer, 3) für die Wirtſchafterin und das Küchenperſonal, 4) den Schuldiener und 5) den heizer.
VI. Gärten: 1) für das Seminar, 2) für den Direktor, 3) das Wirtſchaftsperſonal, 4) den Schuldiener, 5) den heizer.
Der Neubau wurde im Mai 1908 begonnen, nachdem 775 000 ℳ durch die Land⸗ ſtände bewilligt waren und der Entwurf die Zuſtimmung der Direktion des Lehrer⸗ ſeminars Bensheim, der Miniſterialabteilung für Schulweſen und derjenigen für Bauweſen gefunden hatte. Die Rohbauarbeiten waren Anfang 1000 vollendet; die übergabe des fertigen Gebäudes an die Direktion konnte erſt im Sommer 1911 erfolgen, nachdem im Frühjahr 1911 die Mittel für die innere Einrichtung in höhe von 102 000 ℳ bewilligt waren. Die Ausführung erfolgte unter dem Beſtreben, größte Sparſamkeit walten zu laſſen und doch eine der Beſtimmung und Bedeutung des Bauwerks würdige Architektur⸗ geſtaltung und Ausſtattung außen und innen zu ſichern. Das Ergebnis bekundet den Er⸗ folg in beiden Beziehungen. Über die Kusführung iſt noch das Folgende zu erwähnen: Der


