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Linie die Derantwortung trägt, und ihm Dank und Anerkennung ausſprechen, für eine Feier, die allen Beteiligten noch lange unvergeſſen bleiben wird.“ 10
Dieſem Berichte können wir aus vollem hHerzen hinzufügen, daß die Einweihung des neuen hauſes für die Anſtalt, Lehrer und jetzige Schüler, ein Markſtein iſt und bei allen Teilnehmern vollſte Befriedigung erzielte.
Der Unterricht im neuen hauſe begann gleich am nächſten Tage nach der Einweihung, am 29. September 1911. Die während des Winterhalbjahres im Betriebe gemachten Erfahrungen beſtätigen die Tatſache, daß es mt ſeiner einfachen Schönheit und klaren Ueber⸗ ſichtlichkeit größte Sweckmäßigkeit und Behaglichkeit verbindet.
Wenn es einmal im Schuljahre 1912/13 durch drei weitere Klaſſen mit etwa 200 FZöglingen und der Seminarſchule mit 130 Schülern bevölkert ſein wird, wird wohl auch die Anſicht verſchwinden, daß es zu geräumig ſei.
Die gärtneriſchen Anlagen, die allerdings während des langen und über alle Maßen trockenen Sommers nicht zur vollen 3ufriedenheit gediehen ſind, wurden bereits durch neue pflanzungen ergänzt.
Da auch die Nachbarn und namentlich das biſchöfliche Konvikt und die Stadt die Umgebung in jeder Weiſe durch Gartenanlagen und den Ausbau hübſcher Straßen und herſtellung eines freien platzes verſchönert haben, darf man ohne Uebertreibung ſagen, daß das Seminarviertel zu den ſchönſten Stadtteilen von Bensheim gehört.
Das neue Haus des Ernſt-budmigs-Seminars. Don Regierungsbaumeilter KR. Küſteir, Ellen.
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Entwurf und Ausführung des Neubaues wurden mir im März 1007 übertragen.
Die freie Lage des Baugrundſtücks unterhalb des ſchönen Landhausviertels, das durch. die zahlreichen Landhäuſer von Profeſſor H. Metzendorf und durch ſeine ſchöne Lage am Fuße des Odenwaldes ſich beſonderen Intereſſes auch außerhalb der Architekturwelt er⸗ freut, verlangte behagliche, gelagerte Baumaſſen, gute Geſtaltung belebter Dachflächen, die von den nahen Bergen zu überſchauen ſind, und ſchlichte Ausbildung der Außenſeiten. Die Höhenentwicklung des Reubaues blieb deshalb auf zwei Vollgeſchoſſe beſchränkt; nur die beiden Kuppeldächer bedecken drei Geſchoſſe. Das ſich von Rorden nach Süden in ca. 120 Meter Länge erſtreckende Hauptgebäude wurde von der 3ugangſtraße im Oſten der Kaiſer Wilhelmſtraße zurückgeſchoben, um Raum für einen gegen die häufigen Weſtwinde geſchützten Spielhof für das Seminar zu gewinnen, ferner um nach dem Landhausviertel zu— nach Oſten— niedrigere Gebäudemaſſen(Direktorwohnhaus und Wohnhaus für das Wirtſchaftsperſonal) vorzulagern. Das Baugelände fiel von Oſten nach Weſten um ca. 74 Meter, zuerſt mäßig, dann ſtark; es wurde vollſtändig terraſſenförmig angelegt. Den


