— 41—
6. Geometrie, wöchentlich zwei Stunden, nach dem Lehrbuche der Elementar⸗Mathe⸗ matik von Dr. Th. Wittſtein: Die Lehre von den geraden Linien und Winkeln; die Theorie der Parallelen. Die Arten, Congruenz und Gleichheit der von geraden Linien begrenzten Flächen; das Ausmeſſen und Berechnen derſelben.
Köpp.
7. Weltgeſchichte, wöchentlich zwei Stunden, gemeinſchaftlich mit dem Mittel⸗Curſus, nach Welter: Das Mittelalter.
Velm. §. Geographie, wöchentlich zwei Stunden, nach Seydlitz Schulgeographie: Erklärung der wichtigeren Begriffe aus der phyſiſchen und mathematiſchen Geographie. Anleitung zur richtigen Benutzung der Wandkarten, Atlanten und des Globus.— Europa im Allgemeinen. Sämmtliche Staaten Europa's überſichtlich. Die mitteleuropäiſchen Gebirgs⸗ und Flußſyſteme. Alle Staaten Deutſchland's, ſowie die öſterreichiſch⸗ungariſche Monarchie ſpeciell. Ofenloch.
9. Naturgeſchichte, wöchentlich zwei Stunden, nach Dr. Schödler's Buch der Natur: Das Wichtigſte aus der phyſiſchen Anthropologie, nämlich: Vorzüge des Menſchen; Menſchenracen; Eintheilung des Körpers und der Organe. Die Bewegungs⸗, Sinnes⸗ und Ernährungsorgane.— Die Wirbelthiere und von den wirbelloſen Thieren die Horn⸗ und Hautflügler.— Ueberſicht des Thierreiches.
Mühr.
10. Obſtbaumzucht, wöchentlich eine Stunde, nach Lukas' Lehre vom praktiſchen Obſtbau: Die Erziehung der Bäumchen aus Samen, Stecklingen, Ablegern ꝛc. Be⸗ ſchaffenheit, Eintheilung und Bepflanzung der Edelſchule. Kenntniß der verſchiedenen Veredlungsarten. Praktiſche Uebung hierin. Die Erziehung und Bildung des Stammes und der Krone bei Kern⸗ und Steinobſtbäumchen, beſonders die Dittrich'ſche Methove. Das Formiren der Bäume. Die Belehrung über die Behandlung des Bodens. Ver⸗ ſchiedene Grundſätze und Regeln über die Pflege geſunder und kranker Wild⸗ und Edel⸗ ſtämmchen. Die verſchiedenen Krankheiten junger Bäume, wie ſolche verhütet und geheilt werden können. Feinde der Obſtbäumchen und Mittel gegen dieſe ꝛc. Das Wichtigſte über die Behandlung tragbarer Bäume.
Dfenloch.
11. Muſikunterricht. a) Muſiktheorie, wöchentlich zwei Stunden, nach F. J. Kunkel's „Kleine Muſiklehre“: Die Einleitung und die Kapitel von der Tonlehre, der Tonſchrift, vom Tonmaß und von den Tonleitern.
b) Argelſpiel, wöchentlich zwei Stunden, nach J. André's Orgelſchule und G. V. Weber's Orgelbuch: Manualübungen und Tonleitern nebſt einer Anzahl vier⸗ ſtimmiger Choräle.
c) Klavierſpiel, wöchentlich zwei Stunden, nach Aloys Schmitt's Methode des Klavierſpiels: Fingerübungen der drei erſten Stufen.
d) Geſang, wöchentlich drei Stunden, nach Schletterer's Chorgeſangſchule und mit Benützung verſchiedener Sammlungen vierſtimmiger Männerchöre: Uebungen mit


