Jahrgang 
1936
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durch angeſtrengtes, mühevolles Arbeiten, durch Einſetzung aller Kräfte errungen werden konnte, ſodaß ſich in vollſtem Maße das Wort bewahr⸗ heitet: multa tulit fecitque puer, sudavit et alsit.

Als nun der Augenblick gekommen war, der das beglückende Ergev⸗ nismit dem Zeugnis der Reife aus dem Verbande der Schule ent⸗ laſſen brachte, da ſtürmte man hinaus ins neue Leben mit dem hoch⸗ geſpannten Gefühl, nunmehr dem achl! oft ſo läſtigen Schulzwang ent⸗ ronnen zu ſein, um dafür aber den noch ungleich ernſteren Kampf mit dem nun kommenden Leben aufzunehmen. Die Zeit verrann, ſo vieles neu⸗ und umgeſtaltend innerhalb des Menſchen und außer ihm. Der junge Student iſt zum reifen Manne geworden, der ſeine Lebensſtellung gefunden, die ihm volle Befriedigung gewährt, ihn aber vielleicht auch oft genug die ernſten und ſorgenvollen Seiten des Daſeins empfinden läßt. Wie aber ein Lebensgang ſich geſtalten mochte, neben allem andern drängt ſich immer wieder neu und ſtärker hervor die Er⸗ innerungan die trotz allen Mühens und Plagens ſo ſchöne, wonne⸗ volle Jugendzeit, in der neben der Arbeit doch viele frohe und glückliche Stunden übrig geblieben waren, die aus der Vergangenheit immer wieder beſonders freundlich aufleuchten; denn zwarwas vergangen, kehrt nicht wieder, ging es aber leuchtend nieder, leuchtets lange noch zurück. Dabei einbegriffen iſt ſelbſtverſtändlich auch der Gedanke an die Stätte, an der der Untergrund für alle zukünftige Entwicklung gelegt wurde, verbunden mit der dankbaren Anerkennung des ſ. Z. Ge⸗ botenen, des übermittelten reichen Beſitzes an Wiſſen und Können. So erwuchs in dem alten Scholaren eine treue Anhänglichkeit, die zum feſten, unzerreißbaren Bande zwiſchen ihm und ſeiner einſtigen Bil⸗ dungsſtätte wurde, das nicht nur feſſelte, ſondern auch zog. Dies be⸗ weiſen die ſeit Jahrzehnten zur alljährlich wiederkehrenden Gepflogen⸗ heit gewordenen Wiederſehensfeiern der einzelnen Jahrgänge, bei denen nicht nur perſönliche Erinnerungen ausgetauſcht und die alte Kameradſchaft aufgefriſcht und neu beſiegelt wurden, ſondern auch die ſtark gefühlte enge Verbundenheit mit der lieben alten Schule nach⸗ drücklichſt und in wärmſter Weiſe zum Ausdruck kam. Zudem wurde es auch ſeitens der Teilnehmenden ſtets als etwas Selbſtverſtändliches angeſehen, daß auch die einſtigen Lehrer ſowie der jeweilige Direktor bei dieſen Veranſtaltungen zugegen waren, wohl als Perſönlichkeiten, zugleich aber auch als Repräſentanten der Schule ſelbſt.