Jahrgang 
1927
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den Schülern Proben ſeiner Kunſt. Ein früher in England tätiger Sprachlehrer unter⸗ hielt die Engliſch lernenden Schüler in engliſcher Sprache über England.

9. Mannigfache Beſichtigungen dienten der Belehrung. Ein Autoausflug führte die beiden Primen zur Einhardsbaſilika und in die Stiftskirche nach Amorbach; Ib beſichtigte in Frankfurt den Römer, den Dom, das Archiv und die ſtädtiſche Skulpturen⸗ ſammlung; IIb und IIIb das Völkermuſeum und den Zoologiſchen Garten. Die Ober⸗ prima beſuchte die Telefonzentrale Bensheim und das Röntgenlaboratorium. Die oberen Klaſſen beſichtigten auch eine im November hier veranſtaltete Gemäldeausſtel⸗ lung der Künſtler Hut, Eimer und Hammann.

10. Mehrfach ſtellten ſich die Schüler bereitwillig in den Dienſt der öffentlichen Wohlfahrtspflege. Sie vertrieben Loſe für die Heſſiſche Künſtlerhilfe und zur Errich⸗ tung eines Krüppelheims.

11. Geſchenke für die Bücherei erhielten wir vom Landesamt für das Bildungs⸗ weſen, vom ſtädtiſchen Gas⸗ und Elektrizitätswerk, von verſchiedenen Verlagsbuchhand⸗ lungen, von einem früheren Schüler, Herrn Bürgermeiſter Kleinſchmidt in Karlsruhe, und dem Abiturienten Eckes. Für die Sammlungen des phyſikaliſchen Kabinetts und des chemiſchen Laboratoriums erhielten wir zum Teil ſehr wertvolle Stiftungen von Frau Willigerod, Bensheim(Fernrohr), von Herrn Ing. Gg. Zaubitz, von der Papier⸗ fabrik W. Euler, Herrn Kaufmann Völker, Herrn Ingenieur Brücher, Herrn Seifenfabri⸗ kanten Jakoby⸗Darmſtadt, von dem Verein für chemiſche Induſtrie A.⸗G. Mombach(durch gütige Vermittlung von Herrn Rumpf, Auerbach), von den Norddeutſchen Kohlen⸗ und Kokswerken A.⸗G. in Hamburg und der Badiſchen Anilin⸗ und Sodafabrik Ludwigshafen (durch gütige Vermittlung von Herrn Chemiker Alenberg, Bensheim). Allen gütigen Gebern ſprechen wir auch an dieſer Stelle nochmals unſern herzlichſten Dank aus.

12. Auch in dieſem Jahre verſammelten ſich wiederholt ältere Jahrgänge von Abi⸗ turienten des Gymnaſiums, um in einigen fröhlichen Stunden Erinnerungen an die ge⸗ meinſam hier verbrachte Schulzeit aufleben zu laſſen. Es iſt ein ſchönes Zeichen der An⸗ hänglichkeit an die alte Schule, daß dazu die noch lebenden früheren Lehrer und der Di⸗ rektor als Vertreter der Anſtalt eingeladen waren. Auch der im Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler gedachte man dabei durch Niederlegung von Kränzen am Denkmal im Schulhof. Es tagten in dieſem Jahre die Abiturienten der Jahre 1891, 1892, 1893, 1896 und 1901. Wir hoffen, daß der ſchon lange geplante allgemeine Schultag, der an einem Tage des Jahres Schüler aller früheren Jahrgänge zuſammenführen ſoll, in ab⸗ ſehbarer Zeit verwirklicht wird.