den Schlagballwettkämpfen aller heſſiſchen höheren Schulen, die in dieſem Jahre zum erſtenmal ausgefochten wurden, konnte ſich die Schule noch nicht beteiligen, da ſie bei dem bisherigen Fehlen eines Spielplatzes noch keine genügend ausgebildete Mannſchaft ins Feld ſtellen konnte.— An den Reichsjugendwettkämpfen nahm die Mehrzahl der Schüler teil. Am 11. September errangen die Ehrenurkunde des Reichspräſidenten in der Ober⸗ ſtufe: Edmund Ruf la, Paul Leichſenring Ib, Karl Kuhl Ila, in der Unterſtufe: Artur Helfrich IIla, Alois Dietz IIla, Franz Müller IIIa. 59 Schüler erhielten die Ehrenurkunden des Reichsausſchuſſes für Leibesübungen.
4. Auch in dieſem Jahre nahm eine, wenn auch kleine Gruppe an der Jugend⸗ tagung des Vereins für das Deutſchtum im Ausland in Hirſchberg in Schleſien teil und brachte von der begeiſternden Feier außer unauslöſchlichen Erinnerungen eine neue Fah⸗ nenſchleife in den ſchleſiſchen Farben zurück Führer war Studienrat Tritſch.— Die Schulgruppe des V. D. A. vereinigte ſich außerdem einigemale mit den Gruppen der übrigen Schulen in jugendfrohen Zuſammenkünften, bei denen aber auch des ernſten, gemeinſamen vaterländiſchen Zieles gedacht wurde. Am 16. 2. hielt Pfarrer Wag⸗ ner den vereinigten Schulgruppen einen Vortrag über die Wolgadeutſchen.—
5. Das Jugendfeſt fand am 24. Juni ſtatt. Da eine gemeinſame Feier wie in früheren Jahren nicht zuſtande gekommen war, wurde es nur im Kreiſe der Schule unter recht zahlreicher Beteiligung der Eltern auf dem Auerbacher Schloß gefeiert, das uns dank der Liebenswürdigkeit des Wirtſchaftsbeſitzers ganz zur Verfügung ſtand. Unter den Klängen eines neugebildeten, hoffnungsvollen Blasorcheſters ging es frohbewegt zum Feſtplatz. In dem Zuge kam der Humor der Schüler in mannigfacher Weiſe in Gruppen, beſchriebenen und bemalten Tafeln zum Ausdruck. Studienrat Lüke gedachte in einer Anſprache der Bedeutung des Feſtes. Seine Rede klang aus mit der Mahnung, auch im ſpäteren Leben als Volksgenoſſen treu zuſammenzuſtehen zum Beſten von Volk und Vaterland.— Tertianer führten das tapfere Schneiderlein auf, Primaner Peter Squenz, und Kaſperle und Fauſt erfreute Jung und Alt. Luſtige mundartliche Dichtungen, vorgetragen von Schülern aus Rheinheſſen, der Pfalz und Baden füllten die Pauſen. Volkstümliche Beluſtigungen erfreuten nament⸗ lich die Kleineren, die allgemeine Wurſtverteilung fand auch bei den Älteren Beifall. Beſonders verdient gemacht haben ſich um die Aufführungen Studienrat Wol f. um die muſikaliſchen Darbietungen Oberreallehrer Kayſer.—
6. Am 20. Aug. begingen wir nachträglich die Verfaſſungsfeier. Studienrat Wol fſprach dabei über die Entwicklung der Reichsfarben.— Am 20. November fand in der herkömmlichen Weiſe die Totengedächtnisfeier ſtatt, die von unſerem Streichorcheſter mit dem Chopinſchen Trauermarſch würdig eingeleitet wurde. Die Gedächtnisrede des Studienaſſeſſors Dr. Kozelka wurde umrahmt von Chor⸗ und Sologeſängen (Ohl la) und Deklamationen(Störzer IIla, Kraemer IIb). Der Oberprimaner Stadt⸗ müller legte mit Worten dankbarer Erinnerung den von den künftigen Abiturienten geſtifteten Kranz am Denkmal im Schulhofe nieder.— Am 30. 10. 1926 begingen die evangeliſchen Lehrer und Schüler gemeinſchaftlich mit der Aufbauſchule den Tag der 400 jährigen Wiederkehr der Einführung der Reformation in Heſſen. Am darauffol⸗ genden Tage fiel der Unterricht aus.
Im Februar vereinigten wir uns zu einer Gedächtnisfeier für Peſtalozzi. Studienrat Knobe loch erzählte den unteren Klaſſen von dem großen Menſchen⸗ freund, StudienratKilian entwarf für die oberen Klaſſen ein anſchauliches Bild


