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ein. Denn mit Rücksicht auf Verkehrseinschränkungen der Eisenbahn mußte für auswärts wohnende Schüler auf kürzere oder längere Zeit der Vormittagsunterricht gekürzt werden oder der Nachmittagsunterricht ausfallen; ebenso wurden wegen Licht- und Heizersparnis die Weihnachtsferien bis zum 15. Januar verlängert. Ein weiteres Schließen der ganzen Schule wegen Kohlenknappheit wurde nicht erfor- derlich, und nur die Turnhalle wegen großer Kälte eine Zeitlang nicht geheizt, aber der entfallende Turnunterricht durch Spaziergänge und fleißigen Eislauf er- Setzt.
Wurde der Unterricht durch diese widrigen Nebenerscheinungen in Umfang und Ziel beeinträchtigt, so gewann er anderseits aus der großen Zeit an Vertiefung und Erhebung durch die Steigerung der sittlichen Werte der Pflichttreue und des Opfergeistes.
Mannigfacher Art waren die Einwirkungen des Krieges naturgemäß auch auf unsere Schüler.
Zu den 35 jungen Männern, die im Schuljahr 1914 als Kriegs- oder Sanitäts- freiwillige, und den 17, die 1915 als Kriegsfreiwillige oder Dienstpflichtige ihren Arm dem Vaterlande lichen, gesellten sich in 1916 weitere 17 Schüler, die bei der Armee eintraten:
. Ia. Ib. 1. Duseberg, Theodor, Bürstadt 11. Holzamer, Otto, Heppenheim 2. Haaf, Josef, Bensheim 12. Müller, Eduard, Bensheim 3. Hilsdorf, Ludwig, Bingen 13. Müller, Karl, Lorsch 4. Keitel, Franz, Bingen 14. Reuter, Adam, Bensheim 5. Lambert, Philipp, Fehlheim IIa 6. Michel, lIosef, Frechtlingshausen 1 7. Mischlich, Theodor, Zwingenberg 15. Glaser, Willy, Bensheim. 8. Racke, Ferdinand, Main⸗ 6. Scheid, Hermann, Reichenbach i. O. 9. Specht, Heinrich, Bingen IIb. 10. Thomas, Rudolph, Bensheim 17. Zöllner, Willibald, Schellenberg.
Wie in den beiden vorhergehenden Schuljahren entrichtete auch in diesem unsere Anstalt dem Tode ihren Tribut.
Leutnant der Reserve Joh. Bapt. Mauer aus Ockenheim, August 1914 mit Notreife für Ia als Kriegsfreiwilliger entlassen, starb August 1916 im Osten den Heldentod fürs Vaterland. Ein Feldpostbrief, der mit dem Vermerk:„Auf dem Felde der Ehre gefallen,“ als unbestellbar an uns zurückgelangte, meldete seinen Heimgang, den das Elternhaus bestätigte. Der jugendliche Held wird in dem treuen Andenken der Anstalt weiter leben.
Von sonstigen Schicksalen ist uns mitgeteilt worden, daß Josef Haaf aus Bens- heim, in den Osterferien 1916 mit dem Zeugnis der bestandenen Notreifeprüfung einberufen, am 30. Dezember 1916 auf Horchposten am Arme verwundet wurde, doch im Erholungsheim Spas bereits wieder seiner Genesung entgegengeht.


