Ib. a) Aufſätze: 1) Warum ergreifen wir in dem Streite der Könige Partei für Achilles? 2) Würdigung der Erpoſition zu Klopſtocks Meſſias(Klaſſenaufſatz). 3) Philos Charakter. 4) Charakteriſtik der Poeſie Klopſtocks nach den geleſenen Oden und dem Meſſias. 5) Die Kreuzzüge und der Alexanderzug(Klaſſenaufſatz). 6) Die typiſchen Beſtandteile der Expoſition zu Emilia Galotti. 7) Die Bedeutung der Perikleiſchen Leichenrede für die Weckung der Vaterlandsliebe(Klaſſenaufſatz). 8) Quanto quisque sibi plura negaverit, ab dis plura feret ſoll als leitender Gedanke der 6 Römeroden nachgewieſen werden. 9) Entſpricht Shakeſpeares Julius Cäſar den von Leſſing in der Hamburgiſchen Dramaturgie entwickelten Arfordebunge an einen tragiſchen Helden? (Klaſſenaufſatz)
b) Freie Arbeiten: aus Deutſch 6, Latein 6, Griechiſch 9, Franzöſiſch 3, Geſchichte 6, Mathematik 3, Phyſik 3, Religionslehre vgl. la.
Ja. a) Aufſätze: 1) a. Wodurch hat Shakeſpeare den Brutus zu einem tragiſchen Helden gemacht? b. Das Volk in Shakeſpeares„Julius Cäſar“. 2) Mit welchem Recht iſt Goethe ein Eroberer des Elſaß genannt worden? 3) Das Weſen der nationalen Ehre(nach Demoſthenes). 4) Wie hat Goethe in ſeiner„Iphigenie“ das ſittliche Problem der Oreſtesſage gelöſt?(Klaſſenaufſatz) 5) Welche Gedankenentwicklung bringen Goethes Gedichte„Geſang der Geiſter über den Waſſern“,„Prometheus“, „Die Grenzen der Menſchheit“ und„Das Göttliche“ zur Anſchauung? 6) a. In⸗ wiefern iſt Schillers„Braut von Meſſina“ dem„König Odipus“ des Sophokles nach⸗ gebildet? b. Goethes Iphigenie und Shilleis Beatrice. 7) Wie hat Schiller in ſeinem„Don Carlos“ das Weſen des Despotismus pſychologiſch entwickelt?(Klaſ ſſen⸗ aufſatz) 8) Goethes und Schillers dichteriſche Entwicklung, aus den geleſenen Dramen nachzuweiſen(Prüfungsaufſatz).
b) Freie Arbeiten: aus Deutſch 5, Lateiniſch 5, Griechiſch 6, Franzöſiſch 2, Geſchichte 3, Mathematik 3, Phyſik 3, kath. Religionslehre 3, evang. Religionslehre 4
Phyſik.
Im Laufe dieſes Schuljahres wurde ein n zeſtehe chemiſcher Arbeits⸗Kurſus für vorgerücktere Schüler eingerichtet, für den wöchentlich etwa 1 ½ Stunden vorgeſehen ſind. Da unter den Beteiligten vorzugsweiſe auch ſolche ſich befinden, die dem Gegenſtand ſpäter in einer oder der anderen Weiſe näher zu treten gedenken, ſo wird auch gerade hierauf Rückſicht genommen, ſo daß dieſe Übungen ſich ein doppeltes Ziel ſetzen:
1) richt ges Sehen, ſcharfes Beobachten, ſelbſtändiges Denken und Handeln im allgemeinen zu fördern, ſowie Gelegenheit zur Aneignung einer gewiſſen handlichen Fertigkeit überhaupt zu geben;
2) alles dies auch in Bezug auf den behandelten Stoff im beſondern auszubilden, die Fach⸗ kenntniſſe zu befeſtigen, zu vertiefen und innerhalb angemeſſener Grenzen zu erweitern und ſo dem künftigen Fachmanne jetzt ſchon eine den verſchiedenen in Betracht kommenden Seiten entſprechende Grundlage zu ſchaffen, auf der er bei ſeiner ſpäteren Bethätigung auf dieſem Gebiete leicht und mit Erfolg weiterbauen kann.
Zur Erreichung dieſes doppelten Zweckes erſtrecken ſich die Übungen in erſter Linie auf Herrichtung, Zuſammenſtellung und Handhabung aller zu den Schulverſuchen dienenden Apparate, ſowie auch auf Anfertigung von ſolchen. Soweit thunlich führen die Schüler auch Experimente vor der Klaſſe aus. Außerdem liegt im Rahmen dieſer Übungsſtunde die Betrachtung ſolcher Fragen, die mit dem Schul⸗ penſum zuſammenhängen, jedoch im Unterricht weder eine eingehendere theoretiſche Erörterung noch erperimentelle Behandlung erfahren können. Fragen dieſer Art, welche für den oben angegebenen Zweck nicht geeignet Fcheinen, ſich dabei aber an das im Unterricht Behandelnde eng anſchließen, bieten ſich in reichlicher Zahl. Die bis jetzt gemachten Erfahrungen können nur als gute bezeichnet werden.


