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Geschichte in Quarta. Oberlehrer Dr. Waga bebielt den Religionsunterricht in allen Klassen und übernahm den Unterricht in Deutsch und in Geschichte in den 3 oberen Klassen. Für die neusprachlichen Fücher überwies das Königliche Provinzial-Schulkollegium vom 22. August ab die beiden Seminarkandidaten Adolf Bach und Heinrich Wolf vom Königlichen Gymnasium zu Wiesbaden. Der Rechenunterricht in Sexta wurde dem Stadtschullehrer Ri eder und der Rechenunterricht in Quinta dem Stadtschullehrer Drinhaus übertragen. Professor Dr. Ortloff übernahm nach der Mobilmachung den Mathematikunterricht von Quarta bis Untersekunda und behielt den naturwissenschaftlichen Unterricht in allen Klassen, wwas allerdings nur unter starker Kürzung der Stundenzahl möglich war. Zeichnen, Schreiben und Singen fielen vor- läufig günzlich weg, während Turn- bezw. Spielstunden für alle Klassen in 2 Abteilungen von den Kandidaten Bach und Wolf abgehalten wurden. Von Michaelis ab wurden die beiden Kandidaten Bach und Wolf zur weiteren Ableistung ihres Seminarjahres wieder nach Wiesbaden zurückversetzt. Für sie überwies das Königliche Provinzial-Schulkollegium als wissenschaftliche Hilfslehrer den Kandidaten Karl Riemann und den Kandidaten Dr. Frie- drich Köhler; dieser legte an der Anstalt die zweite Hälfte seines Probejahres ab. Von Mitte November ab wurde auch wieder Zeichenunterricht eingerichtet Das Zeichnen in Quinta überpahm Kandidat Dr. Köhler, das Zeichnen in Quarta Kandidat Riemann und das Zeichnen in den 3 oberen Klassen Stadtschullehrer Frese.
Am 23. Oktober starb bei Haut de Bas westlich von Lille den Heldentod für das Vaterland der Elementarlehrer Behnken, Offizier-Stellvertreter im Res.-Inf.-Regt. Nr. 83. Während der kurzen Zeit seines Wirkens an der Anstalt erwarb er sich durch sein offenes Wesen und seine treue Pflichterfüllung die Zuneigung und Achtung seiner Mitarbeiter und Schüler. Ein ehrendes Andenken wird ihm stets bewahrt pleiben.
Durch Verleihung des Eisernen Kreuzes wurden ausgezeichnet Oberlehrer Konrad, Leutnant der Res. im Landw. Inf.-Regt. Nr. 116. und Oberlehrer Böttger, Leutnant der Res. im Inf.-Regt. Nr. 29.
Zu Weihnachten schied Herr Pfarrer Pflücker wieder aus dem Lehrerkollegium aus, um in Krajowa in Rumänien an der dortigen evangelischen Gemeinde eine Stelle als Pfarrer und Leiter der deutschen Schule zu übernehmen. Die Anstalt schuldet Herrn Pfarrer Pflücker für seine gewissenhafte und erfolgreicheé Tätigkeit aufrichtigen Dank. Als Ersatz für Herrn Pfarrer Pflücker wurde vom Köuniglichen Provinzial-Schulkollegium der Seminarkandidat Eduard Will vom Königlichen Gymnasium zu Fulda der Anstalt überwiesen. Bald darauf trat noch eine weitere Veränderung im Lehrerkollegium ein. Am 11. Januar wurde auch Oberlehrer Dr. Waga zur Fahne einberufen. Die Heranziehung einer neuen Hilfskraft machte sich nicht nötig, da eine Woche später, am 18. Januar, die erledigte Stelle des Elementarlehrers
durch die Berufung des Lehrers Friedrich Kossack, zuletzt Präparandenlehrer in Cottbus, besetzt wurde.—
Friedrich Kossack wurde am 9. April 1888 als Sohn des Rentners Karl Kossack in Metz(Lothringen) geboren. Er bestand im Januar 1908 die 1. Lehrerprüfung in Neu-Ruppin(Provinz Brandenburg) und wurde am 1. April 1908 Lehrer und Organist an der einklassigen Schule in Kerzlin. Kreis Ruppin. Nach abgelegter 2. Prüfung wurde er in den Lehrerbildungsdienst berufen. Er war zunächst zwei Jahre an der Präparandenanstalt des Königlichen Lehrerseminars zu Kyritz als Prä- parandenlehrer tätig und darauf während 2 ¼ Jahren in gleicher Stellung in Cottbus.
Nach der Einberufung des Oberlehrers Dr. Waga und dem Eintritt des Lehrers Kossack in das Lehrerkollegium machte sich eine anderweitige Verteilung des Unterrichts nötig Den Unterricht in Deutsch in Untersekunda übernahm Kandidat Riemann, in Obertertia Kandidat Dr. Köhler, in Quarta und Untertertia Kandidat Will und in den 2 unteren Klassen Lehrer Kossack. Herr Kossack erhielt ausserdem die Naturbeschreibung in den Klassen Sexta bis Untertertia und den Religionsunterricht in den 3 unteren Klassen, die Mathematik in Quarta und das Turnen in allen Klassen, das er in 2 Abteilungen zu je 2 Stunden erteilte. Durch diese neue


