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Theater: Am 28. November wohnten der XAufführung des„Fiesko“ durch das Frankfurter Künstlertheater für Rhein und Main 60 Schüler aus den Ober⸗ und Mittelklassen bei; die Vorstellung der Komõödie„Kater Lampe“ von Rosenow am 27. Februar besuchten 30 Zöglinge. Herr Amtsgerichtsrat Schneider hatte freund⸗ licher Weise den Besuch der Vorstellungen durch die Bad⸗Nauheimer Jugend vorbereitet. Am 8. März besuchten 10 Schüler(Ginnen) der Oberklassen die Aufführung von Shake- speares Lustspiel“Wie es euch gefällt“ im Gießener Stadttheater.
Film: Am 13. Juni besuchten alle Schüler in den Terminus⸗Lichtspielen die Vor⸗ führung der Filme„Pori“, aus dem ostafrikanischen Busch, und„Die Expedition des Eisbrechers Krassin zur Rettung der Nobile⸗-Mannschaft“. Am 4. September sahen zahl⸗ reiche Schüler den Kulturfilm„Deutsche Kolonisation am Kamerunberg“, der auf Veranlassung des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See im Lichtspiel⸗ haus„Groß⸗=⸗Friedberg“ abrollte. Schließlich boten die Hessischen Lichtspiele für Schule und Volksbildung unseren Schülern am 11. September noch einen Lehrfilm„Tierpara⸗ dies im Donaudelta“.
Elternbeirat.
Am 11. Februar 1930 abends 8 Uhr fand eine Sitzung des Elternbeirats statt, die hauptsächlich einer Aussprache über die Neuordnung des Schuljahranfangs und der Ferien galt. Der Vorsitzende eröffnete die Sitzung mit Worten der Teilnahme für das ver⸗ storbene Mitglied des Elternbeirats, Frau Dr. Schäcker, deren Andenken die Schule durch eine Kranzspende geehrt hatte. Der Gegenstand der gemeinsamen Beratung wurde von allen Seiten beleuchtet und gründlich durchgesprochen. Die schriftlichen Gut⸗ achten der Herren Dr. Hæberlin und Dr. Stockelbusch wurden verlesen. Es kam schließ⸗ lich ein einstimmiges Votum der erschienenen Elternvertreter zustande, das folgende Neuregelung empfahl:
Beginn des Schuljahres Anfang September, 3 Wochen Weihnachtsferien, 3 Wochen
Osterferien, 6 Wochen Sommerferien von Mitte Juli bis Anfang September. Als
wünschenswert wurden 2-—3 freie Tage im Anschluß an Pfingsten bezeichnet.
Der Beirat hielt es bei seiner Zustimmung zu dem neuen Plan für selbstverständ⸗ lich, daß die Kinder bei einer künftigen Verlegung des Schuljahrbeginns nicht ein halbes Jahr länger die Schule besuchen müssen.
Zur 25⸗Jahrfeier der Ernst⸗Ludwig⸗Schule.
Zur Vorbereitung des Jubiläums der Schule bildete sich Anfang Januar 1930 ein Festausschuß, dem die folgenden Herren angehörten: Prof. Fuldner, Prof. Unverzagt, die Studienräte Dr. Magsaam, Dr. Becker, Dr. Knieriem, Bertram, Oberreallehrer Bechtols=⸗ heimer und der Unterzeichnete. Die festlichen Veranstaltungen, zu denen Einladungen an alle ehemaligen Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen ergangen waren. wurden am Abend des 29. März mit einer Wiedersehensfeier im Sprudelhotel eingeleitet, die dem Gedenken an die Jugend der Schulzeit gewidmet war und mit einem heiteren Unterhaltungsprogramm und anschließendem Tanz einen anregenden Verlauf nahm.
Am Sonntag, dem 30. März, vormittags 11 ½ Uhr fand in der Turnhalle der Anstalt der Festakt statt, bei dem nach einem musikalisch-deklamatorischen Teil der Bericht⸗ erstatter alle Teilnehmer herzlich willkommen hieß und mit besonderen Worten be⸗ grüßte: den Vertreter der Stadtverwaltung, Herrn Bürgermeister Dr. Ahl, die Vertreter der Religionsgemeinschaften, Herrn Pfarrer Knodt, Herrn Beigeordneten Kissel, Herrn Rosenthal, die Vertreter der höheren Nachbarschulen, Herrn Oberstudiendirektor Dr. Binzel und Herrn Oberstudiendirektor Dr. Philipps, den Vertreter der Stadt⸗ und Be⸗ rufsschule, Herrn Rektor Staubach, den Vertreter der Bad⸗Nauheimer Xrztevereinigung, Herrn Sanitätsrat Dr. Hahn, den Vertreter des Hess. Philologenvereins, Herrn Studienrat Freytag und den Vorsitzenden des Landesverbands der höheren Beamten, Herrn Ober⸗ studiendirektor Altendorf..


