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Besuch von allstatt, Bad Ischl, St. Wolfgang mit der Besteigung des Schafbergs und ein kurzer Aufenthalt in Salzburg und München, wo die Gruppe in fürsorglicher Weise von Herrn Hoteldirek- tor Hanke bewirtet wurde, den jugendlichen Teilnehmern reichen Gewinn. Im Sommer besuchte uns eine Reisegruppe von Schülern des Bukarester deutschen Realgymnasiums, die 2 Tage als Gäste bei uns weilten. Ein reger Gedankenaustausch fand statt; besonders schöne Stunden vereinten reichsdeutsche und auslandsdeutsche Jugend in fröhlicher Geselligkeit bei Musik und Tanz. Im Laufe des Winters veranstaltete Herr Dr. Steiger in dankenswerter Weise V. D. A.-Nachmittage, um volkstümlichen Gesang und Tanz zu pflegen.
Schulfeiern, Kunstpflege, Vorträge, Theater, Film.
Die 400. Wiederkehr des TodestagsAlbrechtDürers fiel mit dem 6. April in die Ferien. Die Schule veranstaltete am 10. Mai eine Gedenkfeier, zu der auch die Eltern einge- laden waren. Herr Studienrat Waldt erläuterte an Lichtbildern in feinsinnigen Worten die ein- fachen Zeichnungen des deutschen Meisters nach der Natur, aus Feld und Wald, aus dem Tierleben, seine berühmten Bildnisse und seine großen religiösen Schöpfungen. Der ungeheure Reichtum der Formengestaltung, der sich in den Werken Dürers offenbart, und die kompliziertesten Mittel male- rischer Technik, die ihm zur Verfügung standen, wurden auch den Schülern durch die Darlegungen des Redners bewußt. Die Hessische Bildstelle in Darmstadt hatte uns für die Feier eine größere An- zahl Diapositive leihweise überlassen, die aus eigenem Bildmaterial ergänzt wurden.
Der Jugendfeiertag wurde in diesem Jahr auf Vorschlag der Stadtschule am 25. Junn durch eine gemeinsame Reise nach Wiesbaden gefeiert. Die beiden Schulen verließen in einem Son- derzug Bad-Nauheim um 6.30 Uhr und kehrten gegen 20 Uhr nach Hause zurück. Von Wies- baden aus unternahmen die Klassen größere und kleinere Ausflüge, einige benutzten die Gelegen- heit, um die Ausstellung„Das deutsche Porzellan“ zu besichtigen.
Die Stadt Bad-Nauheim hatte der Ernst-Ludwig-Schule für bedürftige Kinder RMk. 150.— zur Verfügung gestellt. Durch eine Eingabe an die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. war es uns gelungen, den Fahrpreis für die Schüler auch im Sonderzug auf die Hälfte herabzusetzen, wie es bei Schülerfahrten in Begleitung von Lehrern üblich ist. Sonst gewährt die Reichsbahn bei Sonder- zügen nur ein Drittel Ermäßigung.— Der Ausflug war von herrlichem Sommerwetter begünstigt und hinterließ bei allen Teilnehmern angenehme und frohe Erinnerungen.
Die Verfassungsfeier, die wir im Einvernehmen mit der Volksschule auf den 21. August ſestsetzten, wurde durch die Egmont-Ouverture eröffnet, die von Herrn Oberreallehrer Bechtolsheimer und unserem früheren Schülei, Herrn stud, jur. Armin Hanke, voörge- tragen wurde. Es folgte das wegweisende Gedicht„An die neue Jugend“ von Karl Henkell(Ferdi- nand Rosenthal la), der Gesang des Niederländischen Dankgbets, dessen„Herr, mach uns frei“ zu der Freiheitsnymne von Karl Bröger(Georg Duckstein Ila) überleitete. Die Festrede des Herrn Stu- dienrat Bertram verfolgte den Staatsgedanken von den primitiven Anfängen der ältesten Zeit bis zur Wende des XVIII. Jahrhunderts und legte ausführlicher den Ursprung unserer neuen Verfassung dar, deren Verwirklichung gegen Fürstenmacht und Fürstengewalt erst so spät durchgesetzt werden konnte. Mit dem Deutschlandlied schloß die stimmungsvolle Feier, der auch einige Eltern beiwohnten.
Am 19. November, vormittags 9 Uhr fand in den Klassen eine Gedenkfeier für die Gefallenen des Weltkriegesstatt. Der Interricht fiel an diesem Tage aus
Die Weihnachtsfeier fand am 20. Dezember, nachm. 5 Uhr vor geladenen Gästen und den Schülern statt und am folgenden Tage vor den Eltern und der Oeffentlichkeit.„Die Darbie- tungen der Feier, die auf der schönen neuen Schulbühne sehr wirkungsvoll zur Geltung kamen, stan- den allesamt auf beachtlicher Höhe. Die beiden szenischen Nummern des Programms stelllen an die mitwirkenden Schüler recht hohe Anforderungen“.„Man hatte sich den 5. Akt von Goethes „Iphigenie“ gewählt, keine leichte Aufgabe, die aber gut gelöst wurde.„Christophorus“, das schöne Legendenspiel von Otto Bruder, war wohl am eindrucksvollsten, und wurde mit großem Bei- fall aufgenommen. Die Weihnachtschöre trug der von Oberreallehrer Bechtolsheimer geleitete Chor wirkungsvoll vor. Bescnderen Anklang fanden auch die rhythmischen Tänze nach Musik von Chopin und Moszkowsky, die Fräulein Hildegard Molz gestaltet hatte.“(Nach Zeitungsberichten). — Die Einübung der Bühnenwerke lag in den Händen der Herrn Waldt und Bertram; für ihre hingebungsvelle Arbeit sei ihnen wie auch Herrn Bechtolsheimer herzlich gedankt, Wir lassen die Ansprache des Direktors zur Einweihung der Schulbühne am 20. Dezember 1028 folgen.
Sehr verehrte Gäste, verehrte Kollegen, liebe Schüler und Schülerinnen! Mit unserer diesjährigen Weihnachlsfeier ist die Einweihung unserer neu errichteten


