Mitglieder Diplome vom Landesverband erhalten: Annemarie IIabicht(VI). Willi Korn- rumpf(VI), Willi Stamm(VI), Irmgard Seger(VI), Helmut Becker(V), Willi Hof- mann(V) und Lotte Langsdorf(la). Auch am öffentlichen Werbetag stellten sich un- sere jugendlichen V. D. A.-Mitglieder gern in den Dienst der guten Sache und sind auch hier wesentlich mitbeteiligt an dem schönen Ergebnis von RM. 808,70. Durch den Vortrag des Ilerrn Dr. Reinhold am 20. Mai, der mit eindringlichen Worten der Jugend die seelische Not des Auslandsdeutschtums schilderte, wurde ein günstiger Boden für die oben erwähnte ersprießliche Werbetätigkeit geschaffen.
An der Goslarfahrt in der Pfingstwochebeteiligten sich außer dem Führer, Dr. Stei- ger, der in seiner schweren Aufgabe von seiner Frau Gemahlin unterstützt wurde, 17 Schii- ler und 2 Schülerinnen unserer Schule. Die Erlebnisse der Teilnehmer, besonders bei der Morgenfeier in der Ratsschiefergrube und beim Festzuge, werden unvergefllich bleiben. Nach der Tagung begab sich die Gruppe auf Wanderungen, die sie auf den Brocken, durch das Bodetal, auf den Beneckenstein, nach Rübeland, ins IIsetal. nach Thale und Bad Blanken- burg und in den Kyffhäuser führten. Herzlicher Dank gebührt dem Führer und seiner Frau für die schönen und lehrreichen Tage, die der Jugend nachhaltige Einblicke in verschiedene Landschaften unseres deutschen Vaterlandes vermittelten.
Am 25. Januar wurde allen Schülern in der Purnhalle unserer Schule der Goslarfilm ge- zeigt. der Ierz und Verstand der jugendlichen Zuhörer in gleicher Weise ergriff.
Schuffeiern, Kunstpflege, Vorträge, Film, Besuch von Ausstellungen.
Die Verfassungsfeier wurde am 25. August in der festlich geschmiickten Turn- halle abgehalten. Wir hatten mit Genehmigung des Landesamts für das Bildungswesen und im Finvernehmen mit der Stadtschule die Feier auf den Anfang der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien gelegt, um für ihre würdige Ausgestaltung Zeit zu gewinnen. Ein Teilnehmer berichtet darüber in der Oberhessischen Zeitung:„Die Ernst-Ludwig-Schule bot im Festsaal der Anstalt einen groß angelegten Festakt, an dem auch die Eltern der Schüler und weitere Gäste teilnahmen. Eine fein gewähellte musikalische und deklamatorische Vor- tragsfolge gab der Veraustaltung eine seltene Weihe und starke Wirkung. Der Bedeutung des Tages trug Oberstudiendirektor Dr. Molz in gedankentiefer Ansprache Rechnung.“ Herr Bürgermeister Dr. Ahl und einige Stadtverordnete hatten unserer Einladung zur Verfas- sungsfeier Folge geleistet.
Am 10. November. vormittags 9 Uhr fand in den Klassen eine Gedenkfeier fürdie im Weltkrieg Gefallenen statt. Der Unterricht fiel an diesem Tage aus.
Die Weihnachtsfeier trug diesmal einen etwas anderen Charakter wie in den Vorjahren. Am Anfang der Feier stand die Aufführung des kleinen Schauspiels„Michelan- gelo“ von Friedrich Hebbel, das von Schülern der oberen Klasse dargestellt wurde. Es folgten ein Chorgesang und ein von Frau Johanna Waldt erdachter und eingeübter Reigen der Mädchen, in dem die frohe Weihnachtsbotschaft in feierliche tanzende Bewegung übertragen war. Im 2. Teil der Darbietungen„besprach Studienrat Waldt in tiefschürfenden, geist- reichen Erläuterungen das farbige Lichtbild der Sixtinischen Madonna.—„Die schönen Weihnachtslieder des von Oberreallehrer Bechtolsheimer geleiteten, gut geschulten Schüler- chors gaben dazu den würdigen Rahmen. Die wohlgelungene Feier hinterließ beidesmal nachhaltige Eindricke bei den zahlreichen Besuchern. die allen Bevölkerungskreisen der Stadt angehörten.“(Nach Zeitungsberichten.) Die Feier fand in der Turnhalle des Turnvereins 1860 statt, und zwar am 19. Dezember für die Zöglinge der Anstalt. die Eltern der jüngeren Schüler und für die geladenen Gäste, am 20. Dezember für die übrigen Eltern und die Oeffentlichkeit.
Zu Ehren des 75. Geburtstages des hessischen Staatspräsidenten Kar] Ulrich fand am 28. Januar eine allgemeine Schulfeier statt. IIerr Studienrat Waldt hielt die Ansprache, die von Chorgesängen umrahmt war. Der Redner ging von dem Lob der klugen Handwerker in Platons Apologie aus und wies auf die Hlöhepunkte in dem reichen und verantwortungsbewuftten Leben des Staatspräsidenten hin. Das Schicksal habe ihn im Laufe der geschichtlichen Entwicklung auf den Platz gestellt, den vor ihm der Landes- herr innehatte. Seiner ruhigen und sicheren Führung in den Novembertagen des Jahres 1918 sei es vor allem zu danken. daß Hessen vor erusten Erschütterungen bewahrt blieb. Die Rede


