Jahrgang 
1913
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ZueNf I. Klasse.

l. Pädagogik. Schulkunde mit besonderer Besprecnung des Volksschulwesens in Hessen. Abschluss der Geschichte der Pädagogik. Lektüre ausgewählter Abschnitte aus Ostermanns pädagogischem Lesebuch. Herbart, Diesterweg, Wegweiser. Spezielle Methodik im Anschluss an die Unterrichtsübungen bei den Fachlehrern.

2. Schulgesundheitslehre. Körperliche und geistige Entwicklung des Kindes im schulpflichtigen Alter.!Störungen derselben und Massnalımen dagegen. Schularzt und Untersuchung der Kinder durch ilın..Erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen. Bau und Einrichtung des Schulhauses. Hygiene des Unterrichts.

3. Evanglische Religion. a. Religionslehre: Religiöse Zeit- und Streitfragen. Die Geschichte der christlichen Kirche. Choralgesang: Einübung von 40 Chorälen.

b. Bibelkunde: Die neutestamentlichen Briefe. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule.

Katholische Religion. a. Religionslehre: Die wichtigsten apologetischen Fragen. Glaubenslehre. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule. Die wichtigsten Choräle des Diözesangesangbuches.

b, Religionsgeschichte: Kirchengeschichte.

Israelitiche Religion.(Oberklasse und Unterklasse vereinigt.) a. Religions- lehre: Die Hauptvertreter der jüdischen Religionsphilosophie. Die Willensfreiheit und die gerechte Weltregierung Gottes. Kalenderkunde mit den Festtagen. Die Schrift- vorlesung. Lektüre moderner religionswissenschaftlicher Schriften.

b. Bibelkunde: Einleitung in die heilige Schrift. Lektüre ausgewählter Kapitel aus dem Pentateuch, den prophetischen Büchern und den Psalmen im Urtext. Memorieren biblischer Stücke in deutscher und hebräischer Sprache. Biblische Geschichte: Die Richter- und Königszeit unter Berücksichtigung des Religionsunterrichtes. Lektüre von Maybaums Methodik des jüdischen Religionsunterrichts und der Homiletik.

c. Religionsgeschichte: Geschichtsdaten vom babylonischen Exil bis zur Gegenwart. Moses Mendelssolın, Gabriel Riesser.

4. Deutsche Sprache. a. Lesen undLiteratur: Die zweite Blüteperiode; Goetlie und Schiller eingehend. Gelesen wurde: Götz, Egmont, Braut von Messina, bulenl- und die Wallensteintrilogie. In Ib ausserdem noch Grillparzer: Ottokars Glück und Ende. Einführung in den Kampf gegen die Schund- und Schmutzliteratur.

b. Stil: 7 Aufsätze. 5. Arithmetik und Algebra. Arithmetische und geometrische Reihen; Zinseszins-

und Rentenrechnung. Höhere Reihen. Maxima und Minima. Bürgerliche Rechnungsarten und Metliodik des Rechenunterrichts im Anschluß an die Unterrichtsübungen.

6. Geometrie. Die Lelire von der Lage der Ebenen in Verbindung mit geraden Linien. Die körperliche Ecke und die regelmässigen Polyeder, Prisma, Zylinder, Pyramide, Kegel, Kugel, Rotationskörper. Geometrische Berechnungen und Konstruktionen, Methodik des geometrischen Unterrichts in der Volksschule.

7. Geschichte. Neuere, vorwiegend deutsche Geschichte bis zur Gegenwart. Wichtige Abschnitte der Verfassungskunde.

8. Geographie. Mathematische und plıysikalische Geographie. Methodik.

9, Naturlehre. a. Phhysik: Mechanik und Lehre vom Licht.

b. Physikalische Schülerübungen: Versuche aus dem Gebiete der Mechanik und Optik. Anleitung zum Anstellen von Versuchen mit selbstgefertigten phy- sikalischen Lelhrmitteln. Methodik des physikalischen Unterrichts in der Volksschule.

10. Landwirtschaftliche Naturkunde. Bodenkunde, Düngerlelire. Pflanzenkunde.

ll. Französisch. Klasse la. Ploetz u. Wetterling, Uebungsbuch H. Lekt. 2239 (mit Auswalıl). Lektüre: Zwei Novellen von Arene und Maupassant Klasse Ib. Daudet, Contes du lundi, Lettres de mon moulin u. Tartarin de Tarascon mit Auswalıl.

12. Zeichnen. Freihandzeichnen. Fortsetzung des Zeichnens der Mittelklasse.