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Uebungen im Zeichnen und Malen von Natur- und Kunstformen(Stilleben). Skizzier- übungen. Methodik des Zeichnens in der Volksschule. In Verbindung damit selbständiges Entwerfen von Bändern und Füllungen mit Anlegen von Farben.
13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen, zum Teil mit
Musikbegleitung; Turnspiele; Ueben im Entwickeln und Umgestalten der nach Uebungs-
ruppen geordneten 2- und 4zeitigen Frei- und Stabübungen; Keulenschwingen. Ein- ührung in die Methodik des Turnunterrichts in der Volksschule.
14. Musik. a. Musiktheorie: Nebenseptimenakkorde, Nonenakkorde, harmonie- fremde Töne, Satz für Männerchor, Ausarbeitung von Beispielen, das Wichtigste aus der musikalischen Formenlehre, Analyse von Tonstücken.
b. Gesang. 1. Anleitung zur Erteilung des Gesangsunterrichts in der Volksschule. 2. Chorgesang: Volkslieder, geistliche und weltliche Chöre.
c. Orgelspiel: Choräle, Präludien und Fugen, Anleitung zur Begleitung des Gesanges beim öffentlichen Gottesdienst, Kadenzieren, Transponieren von Kadenzen, praktische Uebungen im Modulieren.
d. Violinspiel:a. Stücke für Streichorchester.
b. Die verschiedenen Stricharten. Ein» und zweistimmige Volkslieder. Uebungen im Transponieren. Duette von Dancla op. 32.
Anmerkung: Am Französischen nehmen alle Schüler teil.
Handiertigkeitsunterricht:
Unterabteilung: a. Papparbeiten. b. Verzierung von Gebrauchsgegen- ständen aus Holz mit Kerb- und Flachschnitt.
Mittelabteilung: Modellieren in Ton. Oberabteilung: Anfertigung plıysikalischer Lehrmittel aus Holz, Metall
und Glas. D. Gottesdienst.
Die Szminaristen beteiligen sich regelmässig an dem Gottesdienst ihrer Religions-
gemeinde, E. Zur Geschichte der Anstalt.
Das Schuljahr hat am 23. April 1912 begonnen und wird am 12. März 1913 enden.
Der Beginn des Schuljahres bildet in der hessischen Seminargeschichte einen be- deutungsvollen Wendepunkt. Die seither nur lose verknüpften Präparandenanstalten und Seminare, für die gesonderte Lehrpläne galten, werden für die Folge in organische Ver- bindung gebracht. Aus den(durch die Parallelklassen) tatsächlich bestehenden 5 drei- klassigen Seminaren und 4 zweiklassigen Präparandenanstalten wurden vier seclsklassige Schulen aufgrund eines einheitlichen Lelirplanes gebildet. Die hessischen Lehrerbildungs- anstalten sind also bis auf weiteres AENAUES SF eingerichtet(mit der Aenderung, dass durch Vorrücken der Klassen bei Friedberg und Alzey ein jährlicher Wechsel zwischen Parallel IV/II und III eintritt):
Weste|#Vorseminargı]3%, 2035 Serninar 27 Klasse VI V Var Ir elael
LIE ne..0| 1 z Lindeniels,;. 1 1 2 Wöllsteinze, 2, 1 1 2 Friedberg Y 1 2 1 6 Bensheim., 1 1 1 1 1 1 6 Alzey. 1 2 1 2 6
4 4 4 au Rn 4 4 24


