Jahrgang 
1913
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7.

3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Literatur: Geschichte und Proben der deut- schen Literatur bis Schiller ausschliesslich. Gelesen wurdenNibelungenlied,Der arme Heinrich, Gedichte Walters v. d. Vogelweide;Lied von der Glocke;Jungfrau von Orleans;Maria Stuart;Minna von Barnhelm*,Ut de Franzosentid. Melhırere Ge- dichte wurden gelernt.

b. Stil: Das Wichtigste der Stilistik; Uebung im Disponieren. 10 Aufsätze.

c. Grammatik: Die Satzlehre. Wiederholung der Wortlelire. Geschichte der deutschen Sprache. Mundarten.

4. Arithmetik und Algebra. Gleichungen des ersten Grades mit mehreren Unbe- kannten; Potenzieren; Logaritımen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponential- gleichungen; quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten. Komplexe Zahlen.

5. Geometrie. Die Aelınlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie. Neuere Geometrie. Konstruktionsaufgaben.

6. Geschichte. Deutsche Geschichte im Mittelalter. 7. Geographie. Europa, besonders Deutschland, Geologie Deutschlands.

8. Naturgeschichte. Die Vermehrung und Fortpflanzung der Gewächse und deren en für den Menschen. Anpassung der Pflanzen an die direkte leblose Umgebung (Wasser, Boden, Licht, Wärme, Elektrizität, Höhenleben, Schwerkraft). Schutzmittel gegen äussere Gefalıren. Anpassungen der Pflanzen an die lebende Umgebung(Pilanzen, Tiere, Menschen). Das Gesellschaftsleben der Pflanzen(Vereine, Formationen, Vegetations- schichten). Ursachen dieser Gesellschaftsbildung. Pflanzenrelikte und Einwanderung neuer Pflanzen. Besiedelung von Neuland. Entstehung einer Formation. Ruderalpflanzen. Aus- breitung der Pflanzen auf den Wegen der Kultur. Zusammenfassung: Das Wesen der Pflanze. Kurzer Ueberblick über die Entwicklungslehre, ilır Wesen und ihre Erforschung. Die Entwicklungshypothesen, Im Winter wurden die Wirbellosen und die niederen Wirbel- tiere besprochen und zwar nach Organsystemen. Methodik des naturgeschichtlichen Unter- richts in der Volksschule.

9. Naturlehre. a. Plıysik: Magnetismus, Elektrizität, Schall.

b. Chemie und Mineralogie: Die wichtigten Elemente und ihre Verbindungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen. i

c. Physikalische Schülerübungen: Versuche und Messungen aus dem Ge- biete der Mechanik und Wärme.

10. Französisch. Ploetz Elementarbuch H. Kapitel 63 bis 75. Ploetz Uebungsbuch H. Kapitel I bis 17. B. de Saint-Pierre, Paul et Virginie(m. Auswahl).

ll. Schönschreiben, Fortgesetzte Uebung der deutschen nnd lateinischen Schrift. Einübung der Rundschrift. Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.

12. Zeichnen. Freihandzeichnen: Fortsetzung der Umrisszeichnungen nach Körpern zur Befestigung des perspektivischen Sehens. Uebungen im Zeichnen von Innen- räumen. Freie Pinselarbeiten. Zeichnen von einzelnen Gegenständen mit Licht und Schatten. Skizzierübungen. Gedächtniszeichnen.

ls. Turnen. ‚Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen._ Keulen- schwingen. Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Umkeh- rungen, Ausarbeitung von Beispielen, Modulation. Analyse von Tonstücken.

b. Gesang: 1. Uebungen und Lieder. 2. Chorgesang wie bei der Oberklasse.

c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien und Choräle.

d. Violinspiel: Uebungen und Tonleitern in der 1. und 3. Lage. Doppelgriffe. Et PESEHG Stücke und Duette aus der Violionschule von Linnarz. Album classique.

eyel op. 8.

e. Klavierspiel: Technische Uebungen, Tonleitern.: Stücke älterer und neuerer Meister von verschiedener Schwierigkeit, vierhändige Stücke.

15. Obstbau. Veredelungsarten, Aufzucht von Zwerg- und Hochstämmen, Kronen- schnitt und Kronenbildung. Verpflanzen der Obstbäume, Baumpflege, Schädlinge und Ver- wendung des Obstes.