Jahrgang 
1909
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11. Schönschreiben. Fortgesetzte Übung der deutschen und lateinischen Schrift. Ein- übung der Rundsdrift. Übung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreib- unterrichts.

12. Zeihnen. a. Freihandzeichnen: Fortsetzung der Umrißzeichhnungen nad Körpern zur Befestigung des perspektivischen Sehens. Übungen im Zeichnen von Innenräumen. Freie Pinselarbeiten. Zeichnen von einzelnen Gegenständen mit Licht und Schatten. Skizzier- übungen. Gedächtniszeichnen.

b.Geometrisches Zeichnen: Flächenmuster im Viereck und Kreise. Diese Flächenmuster wurden mit Farben angelegt zur Übung im Mischen und Anlegen der Farben.

13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, zum Teil mit Musik- bealeitung, Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Umkeh- rungen; Ausarbeitung von Beispielen. Modulation; Analyse von Tonstücken.

b. Gesang: 1. Übungen und Lieder. 2. Chorgesang wie bei Ober-Klasse.

c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien und Choräle.

d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in der 1. und 3. Lage. Doppelgriffe, Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Duette von Pleyel, op. 8, Kalliwoda, op. 178, Bruni, op. 34 und Dancla, op. 1081. Duette alter Meister, Sammlung Abel, Heft I, Auswendigspielen von Volksliedern.

e. Klavierspiel: Die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang. Stücke älterer und neuerer Meister von verschiedener Schwierigkeit, vierhändige Stücke.

15. Obstbau. Veredelungsarten, Aufzucht von Zwerg- und Hochstämmen, Kronenscdnitt

und Kronenbildung. Verpfianzen der Obstbäume, Baumpflege, Schädlinge und Verwendung des Obstes.

I. Ober-Klasse.

1. Pädagogik. Schulkunde, Abschluß der Geschichte der Pädagogik. Pädagogische Vor- träge und Lektüre ausgewählter Abschnitte aus Ostermanns pädagogischem Lesebuc: Diester- wegs Wegweiser; Herbart. Spezielle Methodik im Anschluß an die Unterrichtsübungen bei den Fachlehrern.

2. Schulgesundheitslehre. Körperliche und geistige Entwicklung des Kindes im scul- pflichtigen Alter. Störungen derselben und Maßnahmen dagegen: Schularzt und Untersuchung der Kinder durch ihn. Erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen.- Bau und Einrichtung des Schulhauses.- Hygiene des Unterrichts.

3. Evangelische Religion. a Religionslehre: Die Lehre von dem heiligen Geiste und den Gnadenmitteln. Wiederholung der übrigen Abschnitte der Religionslehre. Bilder aus der Kirchengeschichte. Einübung von etwa 40 Chorälen.

b. Bibelkunde. Kurze Einleitung in die Apostelgeschihte und in die wichtigsten neutestamentlichen Briefe im Anschluß an Lektüre und Erklärung der Apostelgeschichte und ausgewählter Abschnitte der Briefe. Wiederholung der Einleitung in das Alte und das Neue Testament. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule.

Katholische Religion. a. Religionslehre: Die wichtigsten apologetischen Fragen. Glaubenslehre nach Glattfelder, Lehrbuch der katholischen Religion, I. Teil. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule. Die wichtigsten Choräle des Diözesangesangbuces.

z b. Religionsgeschicte: Kirchengeschichte im Anschluß an die Kirchengeshichte von Le Maire.

4. Deutsche Sprache. a. Lesen und Literatur: Wichtige Abschnitte aus der Ge- schichte der deutschen Literatur bis Klopstock, sowie Wiederholung der zweiten Blüteperiode. Gelesen wurde:Hermann und Dorothea von Goethe,Wallenstein von Schiller, Abschnitte des Nibelungenliedes, sowie einige Gedichte von Walter von der Vogelweide. Als häusliche Lektüre in Ib.:Der Prinz von Homburg von Kleist. Neuere Erzähler. In Ia.Der arme Heinrich von Hartmann von Aue. Mehrere Gedichte, sowie Stellen ausWallenstein und Hermann und Dorothea wurden auswendig gelernt.

b. Stil: Stilistishe Belehrungen; 8 Aufsätze.

c. Methodik des deutschen Unterrichts in der Volksschule,