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12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Fortsetzung der Umrisszeichnungen nach Körpern zur Befestigung des perspektivischen Sehens. Übungen im Zeichnen von Innenräumen. Freie Pinselarbeiten. Zeichnen von einzelnen Gegenständen mit Licht und Schatten. Skizzierübungen. Gedächtniszeichnen.
b. Geometrisches Zeichnen: Flächenmuster im Viereck und Kreise. Diese Flächenmuster wurden mit Farben angelegt zur Ubung im Mischen und Anlegen der Farben.
13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, zum Teil mit Musikbegleitung, Turnspiele.
14 Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Um- kehrungen; Ausarbeitung von Beispielen. Modulation; Analyse von Tonstücken.
b. Gesang: Übungen und Lieder.
c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien und Choräle,
d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in der 1. und 3. Lage. Doppelgriffe, Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Duette von Mazas, op. 40, Heft I. Duette alter Meister, Sammlung Abel, Heft 1, Auswendigspielen von Volksliedern.
e. Klavierspiel: Die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang. Stücke älterer und neuerer Meister von verschiedener Schwierigkeit, vier- händige Stücke.
15. Obstbau. Veredelungsarten, Aufzucht von Zwerg- und Hochstämmen, Kronen- schnitt und Kronenbildung. Verpflanzen der Obstbäume, Baumpflege, Schädlinge und Verwendung des Obstes.
I. Ober-Klasse.
1. Pädagogik. Schulkunde, Abschluss der Geschichte der Pädagogik. Pädagogische Vorträge und Lektüre ausgewählter Abschnitte aus Ostermanns pädagogischem Lesebuch. Spezielle Methodik im Anschluss an die Unterrichtsübungen bei den Fachlehrern.
2 Schulgesundheitslehre. Körperliche und geistige Entwickelung des Kindes im schulpflichtigen Alter. Störungen derselben und Massnahmen dagegen: Schularzt und /ntersuchung der Kinder durch ihn. Erste Hilfeleistung bei Uuglücksfällen.— Bau und Einrichtung des Schulhauses— Hygiene des Unterrichts.
3. Evangelische Religion. a Religionslehrc: Die Lehre von dem heiligen Geiste und den Gnadenmitteln. Wiederholung der übrigen Abschnitte der Religions- lehre, der vorgeschriebenen Kirchenlieder und der wichtigsten Psalmen. Bilder aus der Kirchengeschichte. Einübung von etwa 40 Chorälen.
b. Bibelkunde. Kurze Einleitung in die Apostelgeschichte und in die wichtig- sten neutestamentlichen Briefe im Anschluss an Lektüre und Erklärung der Apostelge- schichte und ausgewählter Abschnitte der Briefe. Wiederholung der Einleitung in das Alte und das Neue Testament. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Die wichtigsten apolo- getischen Fragen. Glaubenslehre nach Glattfelder, Lehrbuch der katholischen Religion, I. Teil. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksschule.— Die wichtigsten Choräle des Diözesangesangbuches,
b. Religionsgeschichte: Kirchengeschichte im Anschluss an die Kirchen- geschichte von Le Maire.
Israelitische Religion: Unterklasse mit Oberklasse vereinigt. a. Reli- zionslehre: Die israelitische Sittenlehre nach dem Lehrbuch von Gross. Kalender- kunde. Wiederholung der jüdischen Religionsphilosophie. Lektüre moderner religions- wissenschaftlicher Schriften.
b. Bibelkunde: Einführung in die Bibelkritik, Lektüre ausgewählter Kapitel aus dem Pentateuch, den Psalmen und den prophetischen Büchern im Urtext. Memo- rieren biblischer Stücke in deutscher und hebräischer Sprache. Erklärung biblischer Geschichten unter Berücksichtigung des Religionsunterrichtes.


