— 8—
Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, II. Band: ‚Die Jungfrau von Orleans“ "von Schiller;„Götz von Berlichingen“ von Goethe;„Minna von Barnhelm“ von Lessing; (Privatlektüre), ausgewählte Kapitel aus:„Ut mine Stromtid I“ von Fritz Reuter. Mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt. Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Literaturgeschichte die zweite Blüteperiode. A
b. Stil: Das Wichtigste der Stilistik: Übungen im Disponieren und Ausarbeiten von Entwürfen; 12 Aufsätze.
c. Grammatik: Die Satz- und Interpunktionslehre. Wiederholung der Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Gleichungen des ersten Grades mit mehreren Un- bekannten; Potenzieren; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponential- gleichungen; quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten. Komplexe Zahlen.
5. Geometrie. Die Ähnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie. Konstruktionsaufgaben.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum 17. Jahrhundert. Hessen im Mittelalter.
7. Geographie. Europa, besonders Deutschland. Einige Abschnitte aus der physi- kalischen Geographie.
8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. Die deutschen Wald- bäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und der Akotyledonen.— Übersicht des Tierreichs: spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und der wirbellosen Tiere mit besonderer Berück- sichtigung der biologischen Verhältnisse. Methodik des naturgeschichtlichen Unterrichts in der Volksschule
9. Naturlehre. a. Physik: Magnetismus, Elektrizität, Schall. Anleitung zum An- stellen von Versuchen mit möglichst einfachen Hilfsmitteln.
b. Chemie und Mineralogie: Die wichtigsten Elemente und ihre Verbindungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen.
10. Französisch. Gelesen wurden:„Me&moires d’un Collegien“ von Andre Laurie. Im Anschluss an die Lektüre das Wesentliche aus der Formenlehre des Substantivs, Adiektivs, Adverbs. Das Zahlwort, die Präposition. Wortstellung Zeiten und Moden. (Plötz, Schulgrammatik. Lektion 29—58). Sprechübungen im Anschluss an die Lektüre.
11. Schönschreiben. Fortgesetzte Übung der deutschen und lateinischen Schrift. Einübung der Rundschrift. Übung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.
12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Fortsetzung der Umrisszeichnungen nach Körpern zur Befestigung des perspektivischen Sehens. Übungen im Zeichnen von Innen- räumen. Freie Pinselarbeiten. Zeichnen von einzelnen Gegenständen mit Licht und Schatten. Skizzierübungen. Gedächtniszeichnen.
b. Geometrisches Zeichnen: Flächenmuster im Viereck und Kreise. Diese Flächenmuster wurden mit Farben angelegt zur Übung im Mischen und Anlegen der Farben.
13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, zum Teil mit Musikbegleitung, Turnspiele.
14. Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Um- Kehrungen, Ausarbeitung bezifferter Bässe und Choräle. Modulation.
b. Gesang: Übungen und Lieder.
c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien, Kadenzen, Choräle.
d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in der 1. und 3, Lage. Doppelgriffe, Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Duette von Mazas. Duette alter Meister, Sammlung Abel, Heft I., Auswendigspielen von Volksliedern.
e. Klavierspiel: Die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem
Lehrgang. Stücke älterer und neuerer Meister von verschiedener Schwierigkeit, vier- händige Stücke.


