— 17—
4. Arithmetik und Algebra. Addition, ‚Subtraktion, Multiplikation und Division ein- und mehrgliedriger ganzer und gebrochener Buchstabengrössen; Gleichungen des ersten Grades mit einer Unbekannten; Proportionen, Rechnen mit Potenz- und Wurzelgrössen; Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzeln.— Mischungsrechnungen, Terminrechnungen.
5. Geometrie. Wiederholung der geometrischen Anschauungslehre. Von den Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon; Teilung, Verwandlung und Berechnung der Figuren; Proportionalität der Strecken. Konstruktionsaufgaben.
6. Geschichte. Die alten Kulturvölker, besonders die Griechen und die Römer.
7. Geographie. Australien, Amerika, Afrika und Asien, mit besonderer Berück- sichtigung der deutschen Kolonien.
8. Naturgeschichte. Äusserer Bau der Pflanzen. Die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Dikotyledonen und eine Familie aus dem Gebiete der Monokotyle- donen mit besonderer Berücksichtigung der biologischen Verhältnisse.— Bau, Funktionen und Pflege des menschlichen Körpers.
9. Naturlehre. Physik: Einleitung und Vorbegriffe; Wärmelehre; Meteorologie, einfache Maschinen, soweit sie zum Verständnis der Dampfmaschine nötig sind.
10. Frauzösisch. Unregelmässige, zurückbezügliche und unpersönliche Zeitwörter. Gelesen: 3 Erzählungen(„Cendrillon“ von Perrault,„la Rente du Chapeau‘ von Berquin und„mon Oncle Jules“ von Maupassant) und einige Gedichte.— Sprechübungen.
11. Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift; deutsche und römische Ziffern.(Einführung in Stenographie nach System Gabelsberger.)
12. Zeichnen. Umrisszeichnen nach einfachen Körpern zum Erlernen des perspek- tivischen Sehens. Lichtwirkung der krummlinigen Körper(Rund- und Hohlstab, Kugel, Leiste, Blattform und anderes). Skizzierübungen und Gedächtniszeichnen.
13. Turnen. Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, Turnspiele.
14. Musik. a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre, Intervallenlehre, die Drei- klänge der Dur- und Molltonarten, die Umkehrungen der Dreiklänge, Ausarbeitung von bezifferten Bässen.
b. Gesang: Übungen und Lieder.
c. Klavierspiel: Technische Übungen mit Rücksicht auf guten Anschlag, Ton- leitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang, vierhändige Stücke.
d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern nach der Violinschule von Linnarz, Lieder, Choräle und Duette: Sammlung Abel, Heft I.
Il. Mittel-Klasse.
1. Pädagogik. Psychologie und Logik in elementarer Form. Allgemeine Er- ziehungs- und Uhnterrichtslehre. Lektüre: wie Klasse Ill. Spezielle Methodik des natur- geschichtlichen und geschichtlichen Unterrichts im Anschluss an die Unterrichtsübungen bei den Fachlehrern.
2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Einleitung in die Glaubens- lehre. 1. und Il. Artikel des christlichen Glaubens, nach dem Katechismus für die evangelisch- unierten Gemeinden des Grossherzogtums Hessen. Wiederholung der eingeprägten Kirchen- lieder und Psalmen.
b. Bibelkunde. Einleitung in das neue Testament, besonders in die Evangelien. Das Leben Jesu im Anschluss an ausgewählte Stücke aus den Evangelien mit besonderer Berücksichtigung der in der biblischen Geschichte für das Grossherzogtum Hessen auf- genommenen Abschnitte.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Gnadenlehre nach Glattfelder, Lehrbuch der katholischen Religion, Ill. Teil.
b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichten des Alten Testamentes.
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Literatur: Gelesen wurden ausgewählte


