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2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Einleitung in die Glaubens- lehre. Die Lehre von Gott, von der Schöpfung, von der Sünde und von der Erlösung nach dem ersten und zweiten Hauptstück des Katechismus für die evangelisch-unierten (Gemeinden des Grossherzogtums Hessen.
b. Bibelkunde: Einleitung in die Evangelien. Das Leben Jesu im Anschluss an ausgewählte Stücke aus den Evangelien mit besonderer Berücksichtigung der in der bibl. Geschichte für das Grossherzogtum Hessen aufgenommenen Abschnitte,
Katholische Religion. a. Religionslehre: Gnadenlehre nach Glatt- felter, Lehrbuch der katholischen Religion, III. Teil.
b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des alten Testamentes.
Israelitische Religion. a. Religionslehre: Einleitung in die Religions- lehre. Glaubenslehre, die Lehre von Gott und dem Menschen. Die Messiasidee.
b. Bibelkunde: Einleitung in das alte Testament. Lektüre ausgewählter Kapitel der Prophetenbücher Jesaia und Jeremia im Urtext.
c. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte. Nachbiblische Geschichte: Geschichte von der Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 bis zur Geschichte der Juden in Spanien(1040).
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausge- wählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III. Band;„Die Jungfrau von Orleans“ von Schiller;„Iphigenie auf Tauris“;„Hermann und Dorothea“ von Goethe; „Zriny“ von Körner;„Der Cid“ von Herder. Mehrere Gedichte und Stellen aus„Iphi- genie* und„Jungfrau von Orleans“ wurden auswendig gelernt; Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüteperiode.
b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Uebungen im Disponieren und Aus- arbeiten von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden.
c. Grammatik: Die Satz- und Interpunktionslehre im Anschluss an die Schul- grammatik von Engelien, II. Teil.: Wiederholung der Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggre- gaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten; Rechnungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss, mittelst Proportionen und Gleichungen; der Kettensatz.
5. Geometrie. Die Aehnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie; Auflösung verschiedener Aufgaben. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.
7. Geographie, Europa, besonders Deutschland.
8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. Die deutschen Wald- bäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und 12 wichtige Repräsentanten der Akotyledonen. — Uebersicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere unserer Fauna.
9. Naturlehre. a. Physik: Meteorologie, Magnetismus, Elektrizität, Schall.— Anleitung zum Anstellen von Versuchen.
b. Chemie: Die wichtigsten Metalle und ihre Verbindungen mit Rücksicht auf die hierher gehörigen Minerale.
; 10. Französisch. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 31—62. Gelesen: Einige Stücke aus der Chrestomathie von Plötz, Section I—IV und„Histoire d’un conscrit de 1813“ par Erckmann-Chatrian.
li. Schönschreiben. Fortgesetzte Vebung der deutschen und lateinischen Schrift. Einübung der Kanzlei- und Rundschrift, Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel: Methodik des Schreibunterrichts.


