Jahrgang 
1897
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3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Lesen und Erklären klassischer Musterstücke in Prosa und Poesie aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitszch, Band II; ferner wurden SchillersWilhelm Tell und LessingsMinna von Barnhelm* gelesen. Das Wichtigste über Versmass und Reim an der Hand gelesener oder aus- wendig gelernter Proben. Deklamationsübungen.

b. Stil: Erzählungen und Beschreibungen nach vorheriger Besprechung und Anordnung des Stoffs. Uebungen im Disponieren und in der Orthographie.

c. Grammatik: Die Wort- und Lautlehre im Anschluss an die Schulgram- matik von Engelien, III. Teil.

4. Arithmetik und Algebra. Rechnen- mit_gemeinen- und- Dezimalbrüchen; die Proportionen; Lösung einfacher und zusammengesetzter Regeldetri-Aufgaben nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss und mit Proportionen. Addition, Subtraktion, Multipli- kation und Division ein- und mehrgliedriger ganzer und gebrochener Buchstabengrössen; Gleichungen des ersten Grades mit einer Unbekannten; Rechnen mit Potenz- und Wurzel- grössen; Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus bestimmten Zahlen.

5. Geometrie. Wiederholung der geometrischen Anschauungslehre. Von den Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon. Teilung, Ver- wandlung und Berechnung der Figuren; dey Kreis. Konstruktionsaufgaben.

6. Geschichte. Die alten Kulturvölker, besonders die Griechen und Römer.

7. Geographie. Australien, Amerika, Afrika und Asien.

8. Naturgeschichte. Äusserer Bau der Pflanzen. Die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Dikotyledonen und 1 Familie aus dem Gebiete der Monokotyledonen. Bau, Funktionen und Pflege des menschlichen Körpers.

9. Naturlehre. a. Physik: Einleitung und Vorbegriffe, Wärmelehre; einfache Maschinen, soweit sie zum Verständnis der Dampfmaschine nötig sind.

b. Chemie: Die wichtigsten Elemente bis zu den Leichtmetallen und ihren Verbindungen mit Rücksicht auf die hierher gehörigen Minerale.

10. Französisch. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 1-30. Gelesen wurde eine Anzahl Lesestücke in der Chrestomathie von Plötz(Seetion IIV).

11, Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift; deutsche und- mische Ziffern.

12. Zeichnen. Zeichnen gerad- und krummliniger Figuren. Anleitung zum per- spektivischen Zeichnen, die Anfänge des Schattierens.

13. Turnen. Die Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen nach Marx: Leitfaden für den Turnunterricht. Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre, Intervallenlehre, die Dreiklänge der Dur- und Molltonarten, die Umkehrungen des Dreiklangs, Ausarbeitung von bezifferten Bässen und Chorälen.

b. Gesang: Uebungen zum Zwecke der Tonbildung und guter Aussprache, Treffübungen und Lieder.

ec. Klavierspiel: Technische Uebungen mit Rücksicht auf guten Anschlag, Tonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang. Vierhändige Stücke von Diabelli.

d. Violinspiel: Uebungen und Tonleitern nach der Violinschule von Linnarz; Lieder, Choräle und Duette. Auswendigspielen von Volksliedern.

II. Mittel-Klasse.

1. Pädagogik. Psychologie und Logik in elementarer Form. Allgemeine Erzieh- ungs- und Unterrichtslehre. Spezielle Methodik der Lehrfächer des ersten Schuljahres im Anschluss an die Unterriehtsübungen in der Elementarklasse. Lektüre:Lienhard und Gertrud.