Jahrgang 
1894
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Mehrere Gedichte sowie Stellen ausIphigenie* wurden auswendig gelernt. Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüteperiode.

b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Ubungen im Disponieren und Ausarbeiten von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden,

c. Grammatik. Die Satz- und Interpunktionslehre im Anschluss an die Schulgrammatik von Engelien, III. Teil. Wiederholung der Wortlehre.

4. Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggre- gaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; Rechnungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss, mittels Proportionen und Gleichungen. Der Kettensatz.

5. Geometrie. Die Ahnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie; Auf- lösung verschiedener Aufgaben. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.

6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.

7. Geographie. Europa, besonders Deutschland.

8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. 28 Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der air darunter sämtliche deutsche Waldbäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, 5 aus dem Gebiete der Monokotyledonen und 12 wichtige Repräsentanten der Ako- tyledonen. Übersicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere unserer Fauna.

9. Naturlehre. a. Physik: Meteorologie, Magnetismus, Schall, Elektrizität. An- leitung zum Anstellen von Versuchen.

b. Chemie: Die wichtigsten Metalle und ihre Verbindungen mit Rücksicht auf die hier- her gehörigen Minerale.

10. Französisch. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 3558. Gelesen: Ausgewählte Stücke aus der Chrestomathie von Plötz(Seetion IVVD).

11. Schönschreiben. Fortgesetzte Ubung der deutschen und lateinischen Schrift. Ein- übung der Kanzlei- und Rundschrift, Ubung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.

12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Krummlinige Figuren in Verbindung mit Blatt- und Blumenformen; einfache Ornamente; Landschaften; Übung im Schattieren.

b. Geometrisches Zeichnen: Konstruktion der Senkrechten, Parallelen, Winkel, der regelmässigen Vielecke, des Kreises und über den Kreis. Kreisteilung und reguläre Polygone. Konstruktion von Ovalen, Spiralen, Ellipse, Hyperbel und Parabel. Zeichnung verschiedener Gewölbe- bogen(verzierte Rundbogen, Spitzbogen und gotisches Masswerk).

13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen. Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Wiederholung der allgemeinen Musiklehre, der Inter- vallenlehre und der Dreiklänge der Dur- und Molltonarten, die Umkehrungen des Dreiklangs, der Dominantseptimenakkord, die Nebenseptimenakkorde, alterierte Akkorde, Ausarbeitung bezifferter Bässe und Choräle.

b. Gesang: Tonansatzübungen, Vokalisieren, Treffübungen, Lieder,

c. Orgelspiel: Pedalübungen, kleine Prälndien, Kadenzen, Choräle.

d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in der 1. und 3, Lage; Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. ranspositionen,. Dwuette von Mazas und Kalliwoda.

e. Klavierspiel: Legato- und Handgelenkübungen, die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang, Stücke verschiedener Schwierigkeit älterer und neuerer Meister.

15. Obstbau. Baumzucht, Baumpflege und Verwendung des Obstes.