Jahrgang 
1887
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b. Bibelkunde: Kurze Einleitung in die Evangelien. Das Leben Jesu auf Grund der Lektüre und Erklärung ausgewählter Stücke aus den vier Evangelien mit besonderer Berücksichtigung der in der bibl. Geschichte für das Grossherzogtum Hessen aufgenommenen Abschnitte.

Katholische Religion. a. Religionslehre: Sittenlehre unter Zu-- grundelegung des Diöcesan-Katechismus.

b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des neuen Testamentes.

3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausge- wählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch(3. Band), Göthes Hermann und Dorothea und Schillers Jungfrau von Orleans. Mehrere Gedichte wurden auswendig gelernt. Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Einzeine Bilder aus der Litteratur- geschichte. x

b. Stil. Das Notwendigste aus der Stilistik; Ubungen im Disponieren; Aufsätze.

ec. Grammatik. Satz- und Interpunktionslehre. Wiederholung der gramma- tischen Wortarten und Wortformen.

4. Arithmetik. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggregaten.(rleich- ungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre- Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen und trigonometrischen Rechnungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; Rech- nungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss, mittelst Pro- portionen und Gleichungen.

5. Trigonometrie. Goniometrie und ebene Trigonometrie, Auflösung verschiedener trig. Aufgaben. Wiederholung wichtiger Sätze und Aufgaben aus der Planimetrie.

6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis 1648.

7. Geographie. Europa, besonders Deutschland. Zeichnen von Skizzen und Karten..

8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen.Einzelne Pflanzen- familien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und Akotyledonen. Übersicht des Tier- reichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere.

9. Naturlehre. Magnetismus, Elektricität, Schall und Wärme, 10. Französisch. Plötz Schulgrammatik Lekt. 3051. Gelesen wurden ausge- wählte prosaische Stücke aus der Chrestomathie von Plötz.

Il. Schönschreiben. Fortgesetzte Ubung der deutschen und lateinischen Schrift. -Einübung der Rund- und Kanzleischrift; Ubung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.

12. Zeichnen. a. Freihandzeiehnen: Krummlinige Figuren in Verbindung mit Blatt- und Blumenformen; einfache Ornamente und Köpfe in Umrissen; Ubung im Schattieren.

b. Geometrisches Zeichnen: Konstruktion der Ovalen und Spiralen, der Kegelschnitt- und Schneckenlinien, sowie verschiedener Gewölbebogen.-

13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen. Turnspiele.

14. Musik. a. Musiktheorie: Wiederholung der Lehre vom Dreiklang; die Septimenakkorde nebst Umkehrungen; Ausarbeitung bezifferter Bässe; Bearbeitung von Volksliedern..:: Sr En 5

b. Gesang: Übungen zur Stimmbildung; Vokalisieren; Treffübungen; Choräle- und Volkslieder.,

e. Orgelspiel: Choräle, Praludien, Kadenzen.

d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern in den 3 ersten Lagen; Lieder, Choräle, sowie eine Anzahl Nummern aus Schumanns Jugendalbum und Kinderscenen.

e. Klavierspiel: Fingerübungen, die Dur- und Molltonleitern, Stücke aus. _ Köhlers praktischem Lehrgang, Stücke verschiedener Schwierigkeit älterer und neuerer Meister.

15. Obstbaumzucht. Baumzucht, Baumpflege und Verwendung des Obstes.