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Inhalt den Grundgedanken der Feier anklingen ließ; im Anſchluß daran hielt der Direktor die Feſtrede, die etwa ſo lautete:
Meine ſehr verehrten Damen und Herren, liebe Schüler und Schülerinnen! In unſerer Aula haben wir uns heute verſammelt, um die Feier des 75 jähr. Beſtehens unſerer Schule zu begehen. Daß ein ſolcher Tag aus der Alltäglichkeit des Schullebens herausgehoben und zu einem Feſttage geſtaltet werde, iſt ein ſchöner Brauch; und wir dürfen es freudig begrüßen, daß nach einem ſolchen Zeitraum ernſter und rüſtiger Arbeit eine kurze Raſt gemacht werde, um Rückſchau zu halten auf den hinter uns liegenden Weg. Bei dieſem Rückblick verbindet ſich mit dem Gefühl herzlicher Freude über das Erreichte ein dank⸗ barer Auſblick zum Herrn des Himmels, deſſen Huld uns bisher beſchützt und der das Schifflein unſerer Anſtalt ſicher und feſt auf ſeiner nunmehr 75 jährigen Fahrt geleitet hat. Und doch iſt dieſe Fahrt nicht immer glatt verlaufen. Um ſo lebhaftere Freude darf heute bei allen denen herrſchen, die an dem Ge⸗ ſchicke unſerer Schule teilnehmen, um ſo innigeren Dank verdienen alle, die zum glücklichen Gelingen der Fahrt beigetragen haben. Wenn wir morgen an geweihter Stätte unſere Herzen dankerfüllt zum Geber alles Guten emporheben werden, ſo geziemt es ſich heute, von dieſer Stelle aus den Gefühlen wärmſten Dankes Ausdruck zu geben allen denen, die aus nah und fern herbeigeeilt ſind. Herzlichen Dank ſchulden wir in erſter Linie der Stadt Arolſen, die nicht nur die Schule geſchaffen, ſondern von ihrem Entſtehen an bis auf den heutigen Tag die größten Opfer dafür gebracht hat. Deshalb begrüße ich freudig die be⸗ rufenen Vertreter der ſtädt. Verwaltung, die Herren des Gemeinderats, des Gemeindevorſtands und des Kuratoriums mit dem Herrn Bürgermeiſter an der Spitze. Ein herzliches Willkommen entbiete ich ferner den Herren Vertretern der ſtaatlichen Behörden und des Kreiſes, vor allem dem Herrn Landesdirektor Präſident Dr. Schmieding und Herrn Landrat Wittmer. Wir haben, beſonders in den letzten Jahren, immer wieder erfahren, was wir der waldeckiſchen Regierung und dem Kreiſe der Twiſte verdanken, da ſie beide das Fortbeſtehen der Anſtalt erſt ermöglichten. Es iſt mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen, ſehr ver⸗ ehrter Herr Präſident, einmal öffentlich den Dank der Schule auszuſprechen für die ſtets offene Hand unſerer Anſtalt gegenüber. Die Bereicherung unſerer Sammlungen für Unterricht und Leibesübungen, für Jugendpflege, für die Schülerbücherei uſw. ſind ein beredtes Zeugnis für Ihre ſtete Hilfsbereitſchaft, wo es galt zu beſſern und zu fördern.
Mit derſelben Herzlichkeit wie die Herren der Behörden, mit denen wir mehr oder weniger amtlich zu tun haben, begrüße ich die zahlreich erſchienenen Ehrengäſte. Ehrerbietigſten Dank ſchulden wir S. D. dem Fürſten und J. D. der Fürſtin für die Teilnahme an unſerem Jubelfeſte, die uns von neuem das warme Intereſſe an dem Gedeihen der Schule beweiſt. Daß mein verehrter Herr Amtsvorgänger, Herr Stud.⸗Dir. Dr. Menk, heute hier erſchienen iſt, haben wir als ſelbſtverſtändlich angenommen, denn für uns und für alle, die ſeine Schüler waren, würde ohne ihn die heutige Feier nur eine halbe Freude bedeuten. Daß weiterhin einige der Herren Kollegen, die vor uns und mit uns an der Schule tätig waren, herbei⸗ geeilt ſind, kann unſere Feſtesfreude nur erhöhen. Daher entbiete ich Ihnen, meine lieben Herren Kollegen, einen doppelt herzlichen Willkommensgruß.
Mit großer Freude begrüße ich die Herren Kollegen, die als Vetreter unſerer Schweſter⸗ und Nach⸗ baranſtalten mit uns feiern wollen, aus Wildungen, Corbach, Biedenkopf, Hofgeismar, Frankenberg und Warburg, und ich ſchließe in dieſen Gruß ein den Leiter Herrn Rektor Klocke, und die Damen und Herren des Kollegiums der Arolſer Schulen, die uns nicht nur durch die frühere Gemeinſchaft der Schulen, ſondern auch heute noch durch die Gemeinſamkeit der Arbeit an der Jugend unſerer Stadt eng verbunden ſind. Einen beſonderen Schmuck aber verleiht unſerem Feſte die Anweſenheit ſo vieler ehemal. Schüler, deren Erſcheinen ich wohl als einen Beweis der Anhänglichkeit betrachten darf, der einem Lehrerherzen wohltut Ich möchte, daß ich Worte fände, um meinem Gruß an Sie die Herzlichkeit zu geben, die meinen Gefühlen entſpricht.
Ferner bitte ich die Eltern unſerer Schüler, in Sonderheit die Mitglieder des Elternbeirats, mit denen uns ja gemeinſame Aufgaben am engſten verbinden, nämlich aus der Jugend tüchtige Menſchen und brauchbare Staatsbürger zu erziehen, unſern verbindlichſten Dank entgegen zu nehmen.
Ich bewillkommne endlich all die werten Gäſte, die ſei es als Vertreter von Behörden, Verbänden und Vereinen oder als Freunde und Gönner dieſer Schule erſchienen ſind. Und ſchließlich ſei auch derer


