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Zu ſeiner Vertretung überwies das PSK. zu Beginn des Schuljahres Stud.⸗Aſſ. Karl Fröhlich— bis⸗ her an der Rektoratſchule in Kirchhain.— Mit Schluß des Sommerhalbjahres ſchied er aus dem Kollegium wieder aus, da er zum Stud⸗Rat am Lyzeum in Berg⸗Gladbach gewählt worden war. An ſeine Stelle trat im Winterſemeſter Stud.⸗Aſſ. Dr Alfred Bein von der Helmholtz⸗Oberrealſchule in Frankfurt
Auch Stud.⸗Aſſ. Karl Wieſe verließ uns Ende September nach 1 ½ jähriger erfolgreicher Tätigkeit, um als Stud.⸗Rat an das Lyzeum in Rinteln zu gehen. Er wurde erſetzt durch Präparandenlehrer Dr. Herbert Gerdeſſen— bisher Univerſität Göttingen,— der aber ſchon nach 6 Wochen als Dozent an die pädagogiſche Akademie in Roſtock berufen wurde. Da das PSK. infolge Mangels akad. gebildeter Lehrkräfte für Mathematik und Naturwiſſenſchaften einen Aſſeſſor nicht überweiſen konnte, übernahm Junglehrer Philipp Bollmann durch. Vermittlung der wald. Landesregierung den Unterricht.
2. Dieſer Wechſel im Lehrerkollegium, der dazu noch ziemlich umfangreiche Veränderungen in der Unter⸗ richtsverteilung mitten im Schuljahr bedingte, machte ſich natürlich ſehr ſtörend und nachteilig im Unterrichts⸗ betrieb bemerkbar. Dazu kam noch, daß auch ſonſt durch Krankheit im Kollegium nicht unerhebliche Störungen des Unterrichts(Vertretungen, Ausfall des Unterrichts) verurſacht wurden. So mußte Stud⸗Rat Dr. Brandt während des Sommerhalbjahres um 4 Stunden entlaſtet werden, die das Kollegium mit übernahm. Ende Oktober und Mitte Februar mußte er wegen ſeines Geſundheitszuſtandes je etwa 14 Tage ausſetzen. Ober⸗ ſchullehrer Thiemann war Ende November 8 Tage krank; des weiteren mußte er gegen Ende des Schuljahres wegen eines Scharlachfalles in der Familie dem Unterricht fernbleiben. Auch andere Mitglieder des Kollegiums mußten mehrere Tage vertreten werden, ſo Stud⸗Rat Dr. Saß(9 Tage krank), Stud⸗Rat Dr. Pfeifer(zuſ. 6 Tage krank), Stud.⸗Rat Dr. Höhne(4 Tage wegen Todesfalles i. d. Familie) uſw.
3. Der Anſtaltsleiter nahm am 24. und 25. Mai an der amtlichen Direktorenkonferenz der Provinz Heſſen⸗Naſſau teil. Hauptberatungsgegenſtände waren die„Schulſtrafen“ und„die wahlfreien Arbeitsgemeinſchaften in Verbindung mit den Jahresarbeiten“.
4. Den Lehrerausſchuß bildeten wie bisher die Stud.⸗Räte Dr. Saß, Dr. Pfeifer und Weber.
III. Bericht über die Schüler.
1. Ueberſicht über Zahl uſw. ſiehe am Schluß. 2. Im Laufe des Schuljahres gingen ohne Reifezeugnis und ohne Reife für OII ab: in praktiſche Be⸗ rufe 1 Schüler, auf andere Schulen 3 Schüler u. 3 Schülerinnen, krankheitshalber 1 Schüler u Schülerin.
3. Durchſchnittsalter(Stand vom 1. 2 28):
O- UI o do oI III IV v VI 19,5 18,1 17,3 16,6 15,5 14,7 13,9 12,9 11,6 Jahre.
4. Religions⸗ und Heimatsverhältniſſe(Stand vom 1. 2. 28):() bed.: darunter Schülerinnen Angehör. Keiner andere Auswärtige Röm. Sonſt. ſonſtig. Rel.⸗ Wal⸗ r,—.. Evang. Jüdiſch„ Preuß. Reichs⸗ Einheim. über⸗ ſi. Penſion v. ausw. Kathol. Chriſten Reis azentr. decker angehor. haupt i. Arolſen tontmend 200 6— 4—— 170 39 1 83 127 23 104 (27) 63)(22)(7)(1)[(26)(10)(1)(9)


