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6. Geſchichte und Erdkunde, 3 St.— Geſchichte des römiſchen Weltreichs vom Tode des Kuguſtus an. Deutſche und außerdeutſche Geſchichte bis 1648 mit eingehender Berückſichtigung der Verfaſſungs- und Kulturverhältniſſe. Zuſammenfaſſende Wiederholungen aus der griechiſchen und römiſchen Geſchichte.— Sommer: Paulus, Winter: Hufnagel.
7. Mathematik, 5 St.— Rnalytiſche Geometrie der Ebene. Sphäriſche Trigonometrie und ihre Anwendungen auf die mathematiſche Erd- und Himmelskunde. Wiederholungen aus den früheren Klaſſenpenſen.— Sommer: Prinz, Winter: Walkhoff.
8. Phyſik, 3 St.— Mechanik feſter, flüſſiger und gasförmiger Körper. Induhtionselektrizität. Wiederholungen aus dem Penſum der Oberſekunda.— Walkhoff.
9. Chemie, 2 St.— Spyſtematiſche Behandlung der Nichtmetalle. Die wichtigeren Ver⸗ bindungen in der Fettreihe der organiſchen Chemie. Praktiſche Übungen im Laboratorium.— Walkhoff.
10. Zeichnen, 2 St.— Seichnen mit Blei und Feder ſowie Malen mit Waſſerfarben nach natürlichen Gegenſtänden, ausgeſtopften Tieren ſowie nach lebenden Köpfen; Zeichnen und Malen nach dem Gedächtnis. Im Sommer bei ſchönem Wetter Skizzierübungen im Freien.
Linearzeichnen, 2 St. mit OlI, UII und OlII.— Perſpektiviſches Zeichnen.— Thiemann.
Ober-Sekunda.
Ordinarius: Sommer: Oberlehrer Dr. Paulus, Winter: Oberlehrer Dr. hufnagel.
1. Religion, 2 St.— Im Sommer: Leſen und Erklärung der Kpoſtelgeſchichte. Im Winter: Fortſetzung und Beendigung des Leſens der Kpoſtelgeſchichte und ausgewählter Kbſchnitte der apoſtol. Briefe. Ausbreitung und Sieg der Kirche im römiſchen Weltreich.— Pfeifer.
2. Deutſch, 3 St.— Überblick über die Entwicklung der deutſchen Sprache und Literatur bis Klopſtock. Hildebrandslied, Nibelungenlied, Gudrun und Lieder Walthers von der Vogel⸗ weide wurden mit entſprechender Nuswahl im Urtext geleſen; einzelne Stellen wurden gelernt. Ferner wurden geleſen: Hebbels Uibelungen, Goethes Götz, Reineke Fuchs, Schillers Maria Stuart, Kleiſts Hermannsſchlacht, Grillparzers Medea, Freytags Ingo und Ingraban. Das Wichtigſte aus der Sprachlehre wurde wiederholt. Freie Vorträge.— hHufnagel.
ufſätze: 1. Dem Tod entrinnt, wer ihn verachtet(Curtius Rufus IV 14). 2.(Al.) Die Siegfriedſage in der deutſchen und der norwegiſch-isländiſchen Faſſung, verglichen und beurteilt. 3. Hagens Lichtſeiten. 4.(Kl.) Die ſiegreiche Kusbreitung des Griechentums und ihre kulturelle Bedeutung. 5. Die Treue Gudruns und Kriemhilds, ein Vergleich. 6.(Kl.) Die Bedeutung der Landſtraße in Vergangenheit und Gegenwart. 7.(Kl.) Iſt Marias Ausſpruch über Götz: „Er iſt unſchuldig, ſo ſtrafbar er auch ſcheint“ gerechtfertigt? 8.(Al.) Welche gemeinſamen und unterſcheidenden Merkmale weiſen das griechiſche und das deutſche Mittelalter auf?
3. Latein, 4 St.— Geleſen: Curtius III, IV, V, VIII, X mit Auswahl. Cicero, in Catilinam I. In 1 Stunde Wiederholung der Grammatik mit ſchriſtlichen Ubungen. Alle vier Wochen eine Klaſſenarbeit(lüberſetzung ins Deutſche).— Sommer: Prinz, Winter: Silomon.
4. Franzöſiſch, 4. St.— Geleſen: Tartarin de Tarascon.— Le Cid.— Mérimée, Colomba. Gedichte aus der Velhagen-Klaſ. Sammlung. Kleine Vorträge. Grammatiſche Wiederholungen nach Plötz. Wiederholungsſtücke. Sprechübungen.— Sommer: Thüre, Winter: Pinterich.


