Jahrgang 
1912
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5. Sammlungen und Lehrmittel.

Die Lehrerbibliothek Verwalter: Prof. Schmidt wurde um 29 Rummern vermehrt und hat 1739 Bände.

Geſchenkt wurde von der Koppel⸗Stiftung: Internationale Wochenſchrift für Kunſt, Wiſſen⸗ ſchaft und Cechnik 1911.

Für die Schülerbibliothek Verwalter: Lehrer Krummel wurden auf Rechnung der Gutenbergſtiftung 25 Bände beſchafft: ſie hat 1012 Bände. Geſchenkt wurde von dem Herrn Unterrichtsminiſter: HottingerKönigin Luiſe von Preußen und Hottinger,Der deutſch⸗fran⸗ zöſiſche Krieg 1870 71; von Herrn Prof. Schmidt: Berthold Otto,Vom deutſchen Reich.

Für alle Gaben ſage ich beſten Dank.

6. Stiftungen und Unterstützungen der Schüler.

Aus der von Prof. Schmidt verwalteten Hilfsbücherei, die durch Schenkungen der Ver⸗ leger und früherer Schüler vergrößert wurde, wurden elf Schüler unterſtützt.

7. In die Sltern, Pfleger und Schüler.

1. Inbezug auf denExtemporaleerlaß herrſchen vielfach unrichtige Vorſtellungen. Wir wollen unſere Jugend ſo erziehen, daß ſie mit friſcher Kraft und ſtarken Rerven in den Kampf des Lebens tritt. Da es aber möglich iſt, daß hier und da durch häufige und zu ſchwierige Klaſſenarbeiten gerade die gewiſſenhafteſten und beſten Schüler in fieberhafte Erregung verſetzt werden, ſo ſollen nicht zu ſchwierige Extemporalien oder Klaſſenarbeiten nur alle 46 Wochen geſchrieben werden. Wenn einzelne Teile des Lernſtoffs durchgenommen und durch mannigfache mündliche und ſchriftliche Übungen angeeignet ſind, erſt dann ſollen die Schüler zeigen, was ſie gelernt haben. Ob dieſe Neuerung, die ſelbſtverſtändlich in der beſten Kbſicht eingeführt wurde, ſich als heilſam erweiſt, muß die Erfahrung zeigen.

Dadievonden Lehrernbeurteilten Klaſſenarbeiten den Schülern nur für kurze 5eit zur Verbeſſerung und Wiederholung übergeben werden, ſo empfiehlt es ſich, daß die Eltern, welche die ſchrift⸗ lichen Teiſtungen überwachen wollen, ihre Söhne verpflichten, ihnen bei dieſer Gelegenheit die Hefte vorzuzeigen.