Jahrgang 
1904
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Teilnahme von Angehörigen der Schüler und von Freunden der betr. Anſtalten an derartigen Ausflügen.

12. Januar 1904. Grundſätze für die Reihenfolge, in der die Oberlehrer der höheren Lehr⸗ anſtalten zur Charakteriſierung als Profeſſor vorzuſchlagen ſind.

20. Januar. Der Runderlaß vom 13. Juli 1893, nach dem Ausländer zur Beſichtigung höherer Lehranſtalten nur dann zugelaſſen werden dürfen, wenn von dem Miniſter dazu die Erlaubnis erteilt worden iſt, tritt auch für die mittleren und niederen Unterrichtsan⸗ ſtalten des Geſchäftsbereichs in Kraft.

23. Januar. Die beantragte Vertretung des Oberlehrers Flade wird genehmigt. Herrn Schulrat Dr. Ebersbach ſoll für ſeine bereitwillige Hilfe der beſondere Dank der Behörde aus⸗ geſprochen werden.

III. Chronik.

Das Schuljahr begann Dienstag, den 21. April; neu aufgenommen wurden 23 Schüler.

Pfingſtferien: Sonnabend, 30. Mai bis Donnerstag, 4. Juni.

Dienstag, den 26. Mai, nachmittags machten ſämtliche Klaſſen mit allen Lehrern einen Ausflug über Maſſenhauſen, Frederinghauſen und Mengeringhauſen, der durch ein Gewitter etwas geſtört wurde.

Mittwoch, den 1. Juli, nachmittags wurde in gewohnter Weiſe das Schulfeſt bei günſtigem Wetter und unter großer Beteiligung gefeiert.

Sommerferien: Sonnabend, 11. Juli bis Dienstag, 11. Auguſt.

Vom 14. bis 26. Juli nahm Oberlehrer Dr. Menk als Hauptmann d. L. IJ. an einer Landwehrübung bei III/83 teil. Derſelbe beſuchte während des übrigen Teils der Sommerferien mit Genehmigung des Provinzial⸗Schulkollegiums zu Münſter die Realgymnaſien zu Dortmund und Siegen, um Unterrichtsbetrieb und Einrichtung dieſer Anſtalten kennen zu lernen.

Am 7. Auguſt wurde der wiſſ. Hilfslehrer Paulus von der Hochſchule zu Tübingen zum Doktor der Philoſophie ernannt.

Am 2. September machten die Lehrer mit faſt allen Schülern und einer großen Zahl von Vätern der Schüler und Freunden der Anſtalt einen Ausflug zum Hermannsdenkmal. Um 526 morgens von Arolſen abgefahren, kamen wir 85⁰ in Detmold an. Nach Beſichtigung des Schloſſes ging es mit der elektriſchen Bahn bis Hiddeſen und von da in heißem Sonnenſchein zu Fuß zum Denkmal. Nachdem wir an einer gemeinſamen Feier der höheren Lehranſtalten Detmolds teil genommen, das Denkmal beſichtigt und uns erfriſcht hatten, zogen wir zu dem Eichenhain weſtlich von der Wirtſchaft, wo angeſichts der Schluchten des Teutoburger Waldes und des hochragenden Erzbilds Hermanns Oberlehrer Dr. Menk überRömertum und Germanen⸗ tum ſprach. Nach dem Geſang: Ich hab' mich ergeben... ging es 12 weiter nach den Exſternſteinen, wo 3 ½ Uhr gemeinſam zu Mittag gegeſſen wurde. Um 7 ⁰¹ fuhren wir von Horn ab und kamen 11 s in Arolſen an.

Am 3. September fiel der Nachmittagsunterricht wegen Hitze aus.