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Die Eigenſchaften der Form deutet man, indem man dieſelbe entweder mit den Fingern in die Luſt, auf den Tiſch, an die Wand, in den Sand, oder mit Kreide und Griffel ꝛc. zeichnet.
Die natürliche Geberde deutet die Eigenſchaften der Ausdehnung durch die voneinander ge⸗ haltenen Hände an. Je weiter man ſie voneinander hält, deſto größer, weiter, länger iſt die Ausdehnung gemeint und umgekehrt.
Die Eigenſchaften, welche ſich auf den Zuſammenhang der Theile eines Körpers beziehen, deutet man im Allgemeinen durch ſolche Hand⸗ und Fingerbewegungen an, welche man macht, um ſie durch Greifen, Befühlen ꝛc. zu erkennen. Z. B. Weich, als wenn man etwa einen Schwamm zuſammendrücke; hart, als wenn man Etwas nicht zuſammendrücken könne; feſt, durch feſtes Zudrücken der Fauſt; biegſam, als wenn man einen biegſamen Gegenſtand halte und Biegungen mit ihm vornehme; unbiegſam wie biegſam mit Schütteln des Kopfes; ſpröde, als wenn man einen unbiegſamen Körper halte, der durch die Anſtrengung zum Biegen plötzlich zerſpränge.
Eigenſchaften der Richtung werden durch Bewegungen der Hand in der Richtung, die man angeben will, angezeigt; wie: ſenkrecht durch ſenkrechtes Auf⸗ und Abfahren, wagrecht, durch wagrechtes Hin⸗ und Herfahren, ſchief, durch Bewegung der Hand in ſchiefer Richtung.
Andere Eigenſchaften, die man durch das Gefühl, den Geſchmack und Geruch wahrnimmt, wie: leicht, ſchwer, kalt, warm, heiß, naß, trocken, glatt, rauh, ſüß, ſauer, bitter ꝛc., deutet man ebenfalls dadurch an, daß man ſich anſtellt, als ob man einen ſolchen Gegenſtand halte, befühle oder ſchmecke, und die entſprechende Miene dazu macht. Z. B. leicht, ſcheinbar einen Gegen⸗ ſtand in der Hand haltend, den man ohne Mühe bewegen kann, iſt die Miene nichtsſagend; bei ſchwer iſt die Bewegung der Hände und die Miene die der Anſtrengung, des Gewichtigen; kalt, Reiben der Hände und ſich Schütteln wie beim Fröſteln; warm, das Gefühl, das der warme Hauch auf die Hand erzeugt, begleitet man mit wohlgefälliger Miene; heiß, man ſchüt⸗ telt die Finger, als ob man ſich verbrannt habe, Schmerz in der Miene; naß, man deutet auf den naſſen Finger oder ſonſt einen naſſen Gegenſtand; bei trocken zeigt man durch Kopfſchütteln an, daß Etwas nicht naß iſt; die freundliche, wohlgefällige Miene, das ſich Schütteln, das Zu⸗ ſammenziehen des Mundes, indem man Etwas zu verſuchen ſcheint, ſind Hindeutungen auf Süßes, Saueres und Bitteres.
Ich füge noch einige Eigenſchaften des inneren Sinnes und Gemüthes bei, um auch hieran zu zeigen, daß man nur die Geberden, die Menſchen in dieſen Zuſtänden zu machen pflegen, aufzufaſſen und wiederzugeben habe.
Traurig deutet man durch die traurige Miene mit Hängenlaſſen des Kopfes, heiter durch die fröhliche Miene mit erhobenem Kopfe und Zuſammenklatſchen der Hände an. Gut hat das Zeichen für lobenswerth, indem man Jemanden auf die Schulter zu klopfen ſcheint; ſchlecht zeigt die Geberde des Mißfallens und die abweiſende Bewegung der Hand an. Flei⸗ ßig ſtellt man durch Geſchäftigſtellen, faul durch Hängenlaſſen der Arme dar. Die aufgeriſ⸗ ſenen Augen, der wilde Blick und das heftige Auffahren zeigen Zorn, der ruhige Blick, welcher verräth, daß er weder zu erſchüttern iſt noch wehe thun kann, zeigt Sanftmuth an.
Thätigkeiten ſind zur Vorführung, zum Anſchaulichmachen und daran Erinnern leicht nach⸗ zumachen, und darf ich wohl nach einigen, wenigen Beiſpielen darüber weggehen.
Gehen, man geht am beſten anfangs vor den Augen des Kindes einige Schritte auf und ab; ſpäter, wenn es durch die Aehnlichkeit der Zeichen mit der Wirklichkeit ſchon mehr in Uebertragung des Zeichens auf das Bezeichnete geübt ſein wird, dienen die Finger als Beine, die eine gehende Bewegung auf dem Tiſch etwa nachahmen. Bei laufen werden dieſe Bewe⸗ gungen nur ſchneller ausgeführt. Schlafen; der Kopf legt ſich auf die flache Hand, die Au⸗ gen ſchließen ſich. Fliegen, die Arme ſtellen die Flügel dar, welche die Bewegung des Flie⸗


