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im Kreis, das Ziehen an einem dargehaltenen Gegenſtande, das Hängen mit Feſthalten der Hände an Etwas, das Stützen auf die feſt aufgeſtämmten Arme und Heben und Tragen des ganzen Körpers.
Ich könnte leicht dieſe Uebungen noch ſehr vermehren, wenn ich nicht annehmen dürfte, daß man ſchon hieran deutlich genug ſehen könne, was beabſichtigt und wie die Abſicht zu er⸗ reichen ſei. Uebrigens finden Lehrer und Geiſtliche in jedem Turnbuche darüber nähere An⸗ leitung ¹).
Was die rohen, ſinnloſen Geberden betrifft, ſo können diejenigen, welche mit Taubſtummen umgehen, nicht genug ermahnt werden, ſich ſelbſt ſo vorſichtig wie möglich in Geberden auszudrücken, ſodann aber auch ſolche Unarten mit tadelnder Miene zu verweiſen.
Mit den heftigen Geberden kommen und verlieren ſich auch meiſtens die widrigen Töne. Denn das Gekreiſche entſteht durch heftige Zuſammenziehung der Sprachwerkzeuge und plötzlich, heftig ausgeſtoßener Luft. Gezogene Kinder mit mäßigem Geberdenausdruck werden alſo höchſt ſelten in dieſen Fall kommen.
7. Geiſtige Erziehung.
a. Vorbereitende Erziehung in Abſicht auf das Anſchauungs- und Vorſtellungsvermögen.
„Dem Kinde mit geſunden Sinnen,“ ſagt Handel in ſeiner Taſchenbibliothek,„thut ſich die umgebende Welt von ſelbſt auf; Natur und Kunſt führen ſeiner Anſchauung ſo viel Gegen⸗ ſtände von ſelbſt zu, daß es in den erſten Jahren keiner beſondern künſtlichen Anſchauungsmittel bedarf. Aber die Sinne ſelbſt ſind noch zu unſtät und flüchtig, die ſchnell wechſelnden Eindrücke verfließen entweder ineinander, oder verdrängen einander und gelangen nicht zur Klarheit im Bewußtſein. Soll daher mehr als eine thieriſche, ſoll eine menſchliche Anſchauung entſtehen; ſo muß ſchon hier, noch ehe das Kind ſprechen kann, der Unterricht beginnen; ſeine Aufmerkſam⸗ keit auf beſtimmte Gegenſtände muß angeregt werden, daß es ſie einzeln länger betrachte, ihre beſondern Merkmale auffaſſe und ſie ſo beſtimmt voneinander unterſcheide.“
Wenn dies bei vollſinnigen Kindern Giltigkeit hat, die ſchon oft im erſten Jahre manches Wort verſtehen und ausſprechen können, mithin ein Mittel haben, Vorſtellungen feſtzuhalten, im Geiſte zu erneuern und zu verarbeiten, deren Sprache mit den Anſchauungen, deren Anſchauungen mit der Sprache nun immer ſchneller wachſen; wie viel mehr wird dieſe Erregung der Aufmerkſamkeit, die längere Betrachtung beſonderer Dinge und Merkmale zur beſtimmten Unterſcheidung bei taubſtummen Kindern eintreten müſſen, bei denen die Wortbezeichnung, ehe ſie auf anderm Wege gelehrt iſt, fehlt, bei denen das Wort von den Lippen der Umgebung ohne jede Erregung, wie nicht vorhanden, verhallt: um wie viel mehr wird man alſo auch hier bei der blos vorbereitenden Erziehung für's Inſtitut, dem die münd⸗ liche und ſchriftliche Spracheinübung zukommt, genöthigt ſein, durch Geberdezeichen an⸗ regend einzuwirken!
Ich werde alſo zuerſt zeigen müſſen, wie man vermittelſt der Geberde Etwas bezeichnet.
Ein von der Sinnlichkeit aufgefaßtes Bild heißt Anſchauung. Aus den Anſchauungen
⁴) Ich bezeichne für dieſen Fall hier: 1) die„Theoretiſch⸗praktiſche Anleitung zur Ausbildung unſers Körpers durch Leibesübung nach J. C. F. Guths⸗Muths.“ Preis: 1 fl. 45 kr. 2) Leibesübungen von Vögeli. Preis: 2 fl. 42 kr. 3)„Aerztliche Zimmergymnaſtik von Schreber.“ Preis: 1 fl. 45. kr.
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