Seit Juli 1861 erteilte Fräulein Marie Dieffenbach den Unterricht in Franzöſiſch, Engliſch, Schönſchreiben und Handarbeit. Oſtern 1863 wurde der Gymnaſiallehramtskandidat Dr. Adolf Callenberg aus Lauterbach der Nachfolger von Kandidat Schmidt bis Oſtern 1867 wo er einen Ruf nach Küßnacht bei Zürich ans Lehrerſeminar erhielt. Am 1. Juli 1864 ſiedelte Frl. Dieffenbach nach Darmſtadt über, um dort ein Penſionat für Mädchen zu eröffnen. An ihre Stelle trat Frl. Clementine Reinhardt aus Worms. Im Juni 1867, übernahm der Kandidat der Theologie Max Götz aus Koburg die Leitung der Privatſchule, die auch den Namen Kandidatenſchule führte. Er kam 1868 als Diakonus nach Sonnefeld bei Koburg und vermählte ſich am 2. Juli 1868 mit Eliſe Langheinrich, der Tochter von Georg Langheinrich, des Gründers der hieſigen Firma. Sein Nachfolger in der Leitung wurde der Kandidat der Philologie Friedrich Wilhelm Hoch aus Suhl bei Erfurt. Ihm folgte im April 1869 der Kandidat der Theologie Hugo Beck aus Meiningen, Von 1867 unterrichtete Frl. Lucas, Ulrici(— 1873) und Frl. Luiſe Simon. Das Kuratorium beſtand die meiſten Jahre aus Oberpfarrer Schäfer, Forſtmeiſter Jäger und Dr. Briegleb Die Lehrer erteilten den Unterricht in: Deutſch, Lateiniſch, Griechiſch, Geſchichte, Geographie, Naturkunde, Mathematik und Phyſik. Den Religionsunterricht gab Oberpfarrer Schäfer, wenn der zeitweilige Privatlehrer ein Philologe war. Kantor Nanz erteilte Schönſchreiben, Rechnen und Singen, Lehrer Strack gab den Zeichenunterricht. Die Lehrerinnen gaben Elementarunterricht, Engliſch, Franzöſiſch und Handarbeit. Dr. Schockel führte den Turnunterricht auch für Mädchen ein. Die beiden Schulſäle für die Unter⸗ und Oberklaſſe befanden ſich in der Schachtenburg. Im Hof der Hinterburg war ein Turn⸗ platz angelegt mit den nötigen Turngeräten. Anſchaffungen für die Schule: Bänke, Tiſche und die wenigen damaligen Hilfsmittel wurden von dem Erlös von Lotterien beſtritten, die nach den öffentlichen Prüfungen von der Schule veranſtaltet wurden.
Die erſten Schüler und Schülerinnen waren: Johanna Briegleb, Lina Calmberg, Anna Eigenbrodt, Georg Frank, Eliſe Heil, Bärbchen und Heinrich Hohmann, Anna Hahn, Anna und Adolf Jäger, Adeline und Pauline Knabe, Ernſt und Georg Langheinrich, Heinrich und Marie Nanz, Albert Schäfer, Emil Schilling, Marie und Robert Schneller, Wilhelm Simon, Heinrich Unger. Spätere Schüler: Chriſtian Adolph, Emma, Helene und Luiſe Briegleb, Alexander und Georg Bornemann, Adolf Deibel, Julius Eigenbrodt, Heinrich Fink, Jettchen Guntrum, Margarethe Hahn, Georg Hohmann, Adelheid und Ottilie Jäger, Emilie und Henrike Hoffmann, Wilhelm und Karl Jungblut, Käta, Minchen und Wilhelm Knabe, Ida Kramm, Jakob Korell, Bertha, Chriſtiane, Friedrich, Mathilde, Wilhelm und Wilhelmine Mirus. Auguſte Langheinrich, Anna, Hermann und Julius Schilling, Johanna und Karl Schäfer, Friedrich und Georg
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