Aufsatz 
Der Raum für chemische Schülerübungen
Entstehung
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richtungen besichtigen. Die Herren sprachen ihre Ueberraschung und ihre rückhalt- lose Anerkennung bezgl. des Geschaffenen aus.. 395

Machen wir an Hand des beiliegenden Planes einen kurzen Rundgang durch die Chemieräume in ihrer jetzigen Form:

Von der Haupttreppe G aus wenden wir uns im 2ten Obergeschoß direkt nach links und gelangen durch eine Tür mit der AufschriftLehrräume für Chemie in den Sammlungsraum F(ehemaligen Seitenflur). In drei 2 m langen, ½ m tiefen, an den Wänden stehenden Glasschränken sind Apparate, Modelle und Schausammlungen für den chem. Unterricht untergebracht. Ein Chemiekaliengestell, ein Aktenschrank und 2 Wagenkonsole vervollständigen die Ausstattung. Am Ende des Raumes führt eine Tür in das kleine Zimmer E, in dem Schreibtisch, Bücher und Akten für den Ver- walter der Chemieräume ihren Platz gefunden haben In der Nähe führt eine Tür in den Lehrsaal D, der unverändert geblieben ist. Außer 30 Schülerplätzen, die terassenförmig nach hinten emporsteigen, finden wir hier einen langen Experimentier- tisch für den Lehrer, mit Wasser, Gas und Elektrizität, Reagenzienregale, 2 Wand- tafeln und eine in den Vorbereitungsraum hineinreichende Abzugsnische An der einen Stirnseite des Tisches ein kleiner Rolladenschrank, mit den im Unterricht be- nötigten Mineralien. Eine größere Anzahl chem-technischer Abbildungen und geo- logischer Zeichnungen hängen an den Wänden Auf der Fensterseite befindet sich ein kleiner Balkon mit eisernem Tisch zur Auslüftung stark riechender Apparate etc.

Wir gelangen nunmehr in das Vorbereitungszimmer C, das auch im wesentlichen unverändert geblieben ist. Ein Experimentiertisch am Fenster, ein Eisentisch für Schmelz- und Verbrennungsöfen, ein bleiüberzogener Schranktisch in der Mitte, sowie eine Anzahl Regale für die im Unterricht gebrauchten Metallsalze und organischen Präparate bilden die Einrichtung.

Wir treten uunmehr in den uns hier besonders interessierenden neuen Uebungs- raum A ein. Dieser Raum bestand ursprünglich aus dem ehem. Sammlungsraum Ai und dem ehem. Klassenzimmer As, die durch die Wand q getrennt waren. Durch Herausnahme derselben wurde ein 13 m langer und 6 m breiter Saal geschaffen. Auch zu der Dunkel- und Glaskammer B wurde eine kleine Tür gebrochen, während- die vom ehemaligen Raum Ai zum Flur führende Tür vermauert wurde. Der An- schluß zur Hauptgasleitung wurde vom Speicher her durch die Decke in 3 Haupt- zuführungen erreicht; das Wasser wurde für die Fensterseite vom Vorbereitungs- zimmer, für die Flurseite von der Glaskammer hergeleitet. Ebenso der elektrische Gleichstrom vom Lehrsaal her. Für elektrisches Licht mußten 6 Leitungen vom Flur des Mittelgeschosses aus gelegt werden. Ein ziemlich schwieriges Problem war das Fortschaffen des Abwassers. Es mußte durch sämtliche Stockwerke hindurch eine Tonrohrleitung von 20 cm lichter Weite bis zum Sinkkasten im Keller gelegt, der letztere durch Mauerwerk und Eisendeckel verschlossen werden. Leider konnte nur das Abwasser der Spülkästen und Tische, nicht aber das der Ab- züge in dieses Abfallrohr geleitet werden, sondern letzteres wurde einem in der Glas- kammer bereits vorhandenen eisernen Fallrohr zugeführt. Natürlich darf in diese zweite Ableitung nur reines Wasser, nicht aber Säuren oder Salzlösungen einge- gossen werden. Zu den notwendigen baulichen Veränderungen gehört endlich noch das Durchführen von 8 Abzugsrohren für die Digestorien durch Decke, Speicher und Dach.