Aufsatz 
Der Raum für chemische Schülerübungen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

Betrachten wir die Einrichtung im Einzelnen, so fällt uns auf, daß die Tür m

von C nach A in einem sich nach A hinein erstreckenden, schrankartigen Vorbau

befindet. Diese Anordnung war nötig, da die Tür von A nach außen aufgehen mußte und in C keinen Platz wegnehmen sollte.

Beim Eintreten fällt uns sofort das Lehrerpodium a mit dem Lehrertisch aut auf. Das Podium ist 36 cm hoch und gestattet den Ueberblick über den ganzen Raum. Der Lehrerarbeitstisch ist im wesentlichen wie die Schülertische eingerichtet, aber nur 2 m lang, während letztere 3 m lang sind. Hinter dem Podium sind 2 für ge- wöhnlich in einem 1 m hohen Sockel versenkte Glaswandtafeln aufgestellt, die im Bedürfnisfall emporgezogen werden(o), dahinter ein kleiner Werktisch(d). An den Lehrertisch stößt direkt der erste Schülertisch(b) an, dem in je 90 cm Zwischenraum noch drei gleiche Tische(b, b, b,) folgen. Jeder solche Tisch bietet 2 Arbeitsplätze für je 2 Schüler. Im Gegensatz zu sonst üblichen Laboratoriumseinrichtungen sind die Tische nur für einseitiges Arbeiten(nicht vis à vis) eingerichtet. Sie haben kein erhöhtes Reagenziengestell, sondern es befinden sich die Reagenzien im Gegenteil in einer vertieften Rinne auf der den Schülern gegenüberliegenden Seite. Dadurch ist erreicht, daß einmal alle Schüler in einer Front mit dem Gesicht nach dem Lehrer hin arbeiten und ferner, daß der Lehrer stets freien Ueberblick über alle Tische un- gehindert durch erhöhte Gestelle hat. Die Tische sind mit schiefergrauem Linoleum gedeckt, hinreichend mit Wasser, Gas, elektr. Licht und Kraftstrom versehen und besitzen eine genügend weite Abwasserleitung. Zu jedem Arbeitsplatz 2 von jedem Tisch für je 2 Schüler(Breite 1,20, Tiefe 0,80 cm) gehören 3 Sätze von je 3 übereinanderliegenden Schubladen zum Verschließen der Apparate für 3 verschie- dene Unterrichtskurse, sodaß bei völliger Ausuutzung im ganzen 48 Schüler ganz unabhängig von einander in 3 Kursen die ihnen ein für allemal zugewiesenen Appa- rate benutzen können und dafür verantwortlich sind. Zu jedem Tisch gehört ein an der Fensterwand angebrachtes Porzellan-Spülbecken mn.. von dem betr. Tisch durch einen 80 cm breiten, 17 cm erhöhten Laufgang getrennt, unter dem sich die Zu- und Ableitungsrohre hinziehen. Ein großes Becken für besondere Zwecke be- findet sich am Eingang. An der gegenüberliegenden(Flur-) Wand sind 6 Abzugs- schränke mit Schiebfenstern für das Arbeiten mit riechenden und gefährlichen Gasen angebracht(c, c...). Jeder einzelne ist 1 m breit und 55 cm tief und besitzt ein bis über das Dach führendes, mit Lockflamme versehenes Abzugsrohr. Der untere Teil jedes Abzugs ist als Geräteschrank gestaltet; je 2 Abzüge lassen sich durch Oeffnen einer Verbindungstür zu einem doppelt so großen vereinigen.

An der einen Schmalseite des Uebungsraumes sind durch Glasverschläge zwei kleine Räume abgetrennt, von denen der eine(i) als Schwefelwasserstoffraum mit Abzügen(c) ausgestattet ist, der andere(h) als säurefreier Raum zur Unter- bringung von Wagen und empfindlicheren Apparate dient. Beide Räume sind vom Lehrertisch und allen anderen Stellen des Saales aus zu überblicken. Am ersten Fenster ist der Tisch(g) für massanalytische und mikroskropische Arbeiten be- stimmt, während in der diagonal gegenüberliegenden Ecke der Tisch(f) für den Verbrennungsofen etc. vorgesehen ist. Neben diesem Tisch hängt an der Schmalwand der große Dampf-Trockenschrank l), der gleichzeitig zur Erzeugung von destilliertem Wasser eingerichtet ist. Den Rest dieser Schmalwand füllt ein großes 7 stöckiges,