36 geber der vulg. fundit fugatque exuitque castris treu geblieben. Ganz ähnlich iſt die Stelle II, 53, 3. wo, wenn wir die Lesart mehrerer Hoſchrr. nicht überſehen wollen, vielleicht gar— Tuscos fundit fugat que; eadem que hora duo exercitus duaeque potentissimae et maximae finitumae gentes superatae sunt zu leſen iſt. Wer ſich je⸗ doch ſtrict an Fabri zu halten vorzieht, der mag an dieſer Stelle mit Wßb. ein; oder mit Hertz zwei que opfern, und an der unſrigen mit derſelben Berechtigung iam artibus Fabii im Texte belaßen. Im Übrigen hat Schele, vermuthlich ein Schüler J. F. Gro⸗ nov's, die Stelle dadurch am beſten conſtituiert, daß er pars exercitus aberat in Paren⸗ theſe, und iam ferme(dies iſt des Glareanus Conjektur für das ſinnloſe fame) zu dem folgenden sedendo gezogen hat. Crevier(bei Drak.) war der Meinung, die Paren⸗ theſe gehöre nach tanta paucitate; wenn aber verſetzt werden ſollte, ſo würde ich pars exercitus aberat lieber gleich nach quia folgen laßen: nec acie certare Hannibal ausus, quia pars exercitus aberat, tanta paucitate vix castra, si oppugnaretur, tutari poterat, iamque artibus Fabii iam feresedendo et cunctando bellum gerebat receperat- que suos cet. Die nachdrückliche Wiederholung von iam findet ſich auch II, 46, 3. VII, 40, 2. XXXVIII, 5 in.
30, 5: tu quaeso placatus me magistrum equitum hos ordinibus suis quemque tenere iubeas— ſo Wßb. nach den beſten Hdſchrr. die jedoch nur die Abkürzung mag haben. Wßb. deutet ſo:„ertheile mir als deinem magister eq. den Befehl dieſe, jeden in ſeinem Range zu behalten, d. h. zu erklären, daß jeder ſeinen Rang behalten ſolle,“ wo denn freilich ordines suos, wie eine Pfälzer Handſchrift hat, oder teneri angemeßener geweſen wäre. Doch kommt einem dabei das delirant reges, plectuntur Achivi in den Sinn, ſofern ohne die Fürbitte des allein nächſt dem ſouveränen Volke ſchuldigen magister equitum über die armen Soldaten ſonſt vielleicht Decimierung oder eine andere ſchwere Strafe wäre verhängt worden, wenigſtens nach der ſo aufgefaßten Stelle, da Minucius ſeine eigne Stellung und Würde dem Ditktator gegenüber für nicht im mindeſten gefährdet hält, obgleich er ihm ſtrenge Verantwortung ſchuldet(25, 13: magistro equitum, quod contra dictum suum pugnasset, rationem dicere reddendam esse. 27, 3— in eadem civitate, in qua magistri equitum virgas ac secures dictatoris tremere atque horrere soliti sint cf. VI. 32 ff.) und darum vor Allem ſich der Gnade und Milde desſelben empfehlen mußte. Über obiger Abkürzung mag. ſteht im Med. von zweiter Hand magisterio; Pal. 2 gibt placatus me magisterio equitum, hos ordinibus suis quem- que teneri iubeas—(woraus J. F. Gronov's Conjectur ordines suos quemque tenere gefloßen iſt) womit die Kritiker nach Alſchefski's Vorgange zufrieden ſein ſollten. Min⸗ deſtens wäre es billig, daß wenn man an magistrum feſthalten wollte, dann auch hos ein gleiches Attribut erhielte, etwa ſo: tu iubeas, me meum, hos suos quemque ordines tenere, was Alſch. beanſtandet,„quod ille magistratus vix ordo dicöbatur“— aber mit Unrecht, da ordo hier nicht Stand, ſondern Rang, Stellung im Heere bedeutet. Am wenigſten leuchtet mir die Nothwendigkeit von Heerwagens Correctur: me magistri equitum hos ordines suos quemque tendere iubeas, oder warum Wßb. ſie in der Teub⸗


