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veniendum, auch ſei quo die für eo die quem ungebräuchlich. Ich conſtruiere: venit äd conveniendum(für ad conveniendos milites) Tibur quo die(se conventurum esse) edixerat novis militibus.
13, 6: sed Punicum abhorrens ab Latinorum nominum pronuntiatione os Casili- num pro Casino dux ut acciperet fecit iſt die Conjectur Wßbs., die er in ſeinen Text aufgenommen hat; J. F. Gronov hatte vorgeſchlagen: Punicum abhorrens Lati- norum nominum pro Casino Casilinum etc. was Fab. hat. Doch prüfen wir zunächſt die Lesarten der Handſchriften: abhorrens haben die meiſten, eine Lovell. aberrans(für welche Verwechſelung auf das in den mss. des Liv. ſo häufig vorkommende h wie habire, habundare, exhonerare, exhactus, adhortus, inhermis u. a. verwieſen werden mag) ab fehlt in einigen; für nominum gibt eine nomen, eine andre nomine. Ein(precentior quidam“ Alſch.) Mediceus und ein regius laßen dann prolatione folgen, wofür Wßb. u. M. Haupt(bei Alſch.) pronuntiatione ſubſtituieren. os iſt Gronovs Conjectur. Darauf hin lautet der Text bei Drakenb. Sed Punicum abhorrens os ab Latinorum nominum prolatione, wo der ausdrückliche Nachweis der Bedeutung„Ausſprache“ zwar(von Fab.) vermißt wird, aber in dem Quintilianiſchen proferre syllabam ſich rechtfertigte, wenn nicht der Umſtand, daß das Wort nur in geringeren Hdſchrr. ſich findet, es als inter⸗ poliert verdächtigte. Alſch.'s Lesart Sed Punicum abhorrens ab Latino nomine Casil. etc. ſcheint mir am wenigſten glücklich, und zwar zunächſt wegen des ſonderbar verwendeten Verbums abhorrere ab aliqua re= discrepare: alſo das puniſche Wort Casilinum wäre verſchieden von dem Lateiniſchen! Ueber das was Liv. ſagen wollte, iſt kein Zweifel: der Punier ſprach Casinum ſo ſchlecht oder unverſtändlich aus, daß der Führer auf Casilinum rieth. Darauf hin wage ich die Conjektur: Punicum(d. i. die Pun. Sprache oder hier Ausſprache, Punicus sermo, wie man ſagt in Latinum vertere) aberrans ab Latino nomen Casilinum pro Casino dux ut acciperet fecit und bin der Ueberzeugung, daß insbeſondere mit aberrans allein der richtige Umſtand charakteriſiert werde.
17, 7: faces undique ex agris conlectae fascesque virgarum atque aridi sarmenti praeligantur cornibus boum etc. Wßb. hat nach Alſch.'s Vorgange aus einigen der beſten cdd. praeliganturque aufgenommen, wie mich bedünkt, nicht mit Recht. Es iſt an hundert Stellen nachweisbar, daß ein in den Handſchriften vorfindliches que ſeine Exiſtenz ledig⸗ lich einem unbedachten Schnörkel des Abſchreibers verdankt(cf. I. 16, 6. 32, 2. 13. 45, 6. 47, 2. 49, 2. 54, 10. 59, 10 allein im erſten Buche.)
24, 9 f.: Nec acie certare Hannibal— moenibus erant iſt ein Satz, der ſich an das Skelett anreiht: Hannibal iamque artibus Fabii bellum gerebat receperat- que suos in priora castra. Die Verbindung mit que enthält gewöhnlich eine Er⸗ läuterung und wird von Livius außerordentlich reichlich verwandt. An dem wieder⸗ holten que iſt kein Anſtoß zu nehmen, obgleich Fabri zu cp. 26, 4 die Regel aufſtellt, ein doppeltes que finde ſich bei Liv. nur in Verbindung mit dem Relativum; denn II. 31, 1. liegt zwar eine bedenkliche Variation der Handſchriften vor, da entweder das zweite
que fehlt, oder fugatque et exuit ſich bietet, aber gleichwohl ſind alle neueren Heraus⸗ 5*


