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eine gewiſſe Verwunderung des Schriftſtellers recht gut ausgedrückt ſein kann, für einen unüberſteiglichen Bergrücken den Namen von dorther abgeleitet zu finden. Am Schluße des Kap. lieſt man jetzt allgemein sed ab eo quem in summo sacratum ver- tice Peninum montani appellant. Die Spur des cd. Lovell. 5, welcher ad eo gibt, war um ſo mehr zu verfolgen, da nach Drak.'s Verſicherung zu der St. ea und dea in den Hdſchrr. öfter verwechſelt werden. Eine auf dem großen St. Bernhard gefundene Inſchrift erwähnt den Deus Peninus, und daß auch an unſerer St. a deo anſtändiger ſich ausnimmt, als das kahle ab eo quem, wird ſelbſt Wßb. zugeben, welcher übrigens meint, der Gottheit ſei durch sacratum genug gethan.
40, 7: quum plures paene perierint quam supersunt(cf. Polyb. III, 64, 8) halte ich mit Bauer für das richtige: denn es iſt eine, gewiß auch von den Soldaten des Scipio nicht anders aufgefaßte, Uebertreibung, zwei Drittel des puniſchen Heeres als durch den Alpenübergang vernichtet vorzuſtellen; da mag ſich denn die andere als mil⸗ dernd anreihen, daß der Redner den Mund zu voll genommen. Ein Zuſatz allgemeinen Inhalts nach der beſtimmten Zahlangabe erſchiene mehr als müßig, wenn er nicht als correctio gefaßt werden kann. Wßb. mit Alſch. geben quia plures(paene) perierint quam supersint und zwar als Begründung von plus spei nactos esse, indem ſie dem Redner ein ziemlich froſtiges Rechnenexempel in den Mund legen.
44, 6: ne transieris Iberum cet. Die Verbote enthalten eine Klimax ausgehend von dem Artikel aus Hasdrubals Vertrag, daß der Ebro die Schranke für die beider⸗ ſeitige Machtentwickelung ſein ſolle. Aber dieſe Schranke erhält von den Römern jetzt die Deutung, daß Sagunt nicht angreifen(denn nach ihrer Geographie liegt Sagunt am Ebro) ja ſich nicht von der Stelle rühren, damit identiſch wird. Ich wüßte nicht, was dieſer Auffaßung im Wege ſtünde und begreife nicht, wie man an der handgreif⸗ lichen Ironie ſo gelehrten Anſtoß nehmen und von„ungenauem“ Ausdrucke ſprechen konnte,„da Sagunt nicht am Ebro liege“, daß„ad Iberum ebenſowohl cis als trans Iberum bedeuten könne“ u. a. Man könnte wohl eine die Ironie andeuntende Partikel erwarten, wenn nicht dieſe ganze Partie der Rede durch eigenthümlich affektvolle Kürze und Abgebrochenheit ſich auszeichnete.— Der Schluß des Kapitels ſcheint noch kritiſcher Aufhülfe zu bedürfen. Der flor. Codex hat ihn ſo: Si hoc bene fxum omnibus,'de- stinatum in animo est iterum dicamus vicistis nullum contemptum ad vincendum homini ab Diis immortalibus acrius datum est. Anſtoß hat zuerſt das Aſyndeton fixum desti- natum erregt, den Sauppe durch Wiederholung von si zu beſeitigen ſuchte, was durch die vulg. destinatumque freilich auch erreicht würde; doch ſehe ich, daß zwei cdd. Lo- vell. si destinatum omnibus hoc si bene fixum in animo est haben. Für in animo würde ich lieber in animis oder blos destinatum animo geſehen haben; gerade dieſer, wie mich dünkt, minder gute Ausdruck empfiehlt die Wendung der gen. cdd., welche ihm aus dem Wege geht. Doch könnte destinatum auch Gloſſe ſein. Der Pluralis dica- mus iſt nicht falſch und konnte von dem, der an unzähligen andern Stellen die Floren⸗ tiner Handſchrift als maßgebend anſieht, feſtgehalten werden. Die bedenklichſten Varia⸗


