Aufsatz 
Unser Landheim zu Niedernhausen i. O. : Warum strebte die Eleonorenschule nach einem Landheim? / Dr.Heldmann
Entstehung
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III. Zur Geſchichte der Anſtalt

Schuljahr 1927/28

Die ſeit Gründung der Eleonorenſchule(Herbſt 1911) an unſerer Anſtalt tätigen techniſchen Lehrerinnen Frl. Büchner und Frl. Darmſtädter wurden zu Beginn des neuen Schuljahres mit Wirkung vom 1. März 1927 endgültig angeſtellt. Frl. Dr. Schork fand nach kurzer Tätigkeit in unſerem Kreiſe Verwendung an der Viktoriaſchule. Die Anwärterin Frl. Speckhardt erhielt eine halbe Stelle an unſerer Anſtalt. Frl. Hiemenz, techniſche Lehrerin, ward am 1. April 1927 definitiv. Das Schuljahr ward nach langjährigem Brauch mit einer Schulfeier am 25. April eröffnet. Leider war Frl. Willenbücher infolge ſchwerer Erkrankung noch nicht imſtande, ihren Dienſt wieder aufzunehmen. Sie wurde von der techniſchen Anwärterin Frl. Crämer weiter vertreten. Die Praktikantin im Kindergarten Frl. Brammer arbeitete auch im Sommerhalbjahr bei uns. Als zweite Praktikantin trat Frl. Theiß in unſeren Kindergarten ein. Am 1. Mai erhielt Studienrat Beck ſeine endgültige Anſtellung an unſerer Anſtalt. Studienaſſeſſor Koch, Studienaſſeſſor Dr. Heldmann und ab 1. 1. 28 Dr. Avemarie wurden zu überplanmäßigen Studienräten ernannt und damit endlich auch in ein feſtes Anſtellungsverhältnis überführt. Der Hilfsſchuldiener Kröh ward ab 23. Juli zum Hausverwalter der neuen Feſthalle auf dem Exerzierplatz ernannt. An ſeine Stelle trat als Hilfsſchuldiener und Heizer der Dienſtanwärter Ludwig Groh. In den Herbſtferien kehrte der an die deutſche Schule im Haag beurlaubte Studienrat Dr. Schmidt wieder zu uns zurück. Aſſeſſor Dr. Müller ward infolgedeſſen an die Oberrealſchule zu Heppenheim verſetzt. Auch das Winterhalbjahr ward mit einer kleinen Schulfeier eröffnet, in der wir den zu uns zurückgekehrten Amtsgenoſſen Dr. Schmidt begrüßen konnten. Am 1. September war Frl. Knöpp zur techniſchen Lehrerin an unſerer Anſtalt ernannt worden. Leider erkrante Frl. Goldſchmidt gegen Ende November. Zur Aushilfe trat die Anwärterin Frl. Fiſcher in einen Teil ihrer Arbeit ein. Nach den Weihnachtsferien verſuchte Frl. Goldſchmidt ihren Dienſt wieder aufzunehmen. Indes entſprachen ihre Kräfte nicht ihrem Willen. Sie mußte einen längeren Erholungsurlaub antreten und ward ab 1. Februar von der Anwärterin Frau Steinmetz, geb. Süffert, vertreten. Ähnlich erging es unſerer Kollegin, Studienrat Frl. Zimmermann, die Mitte Februar die ihr ſo liebe Tätigkeit abbrechen mußte, um ſich längere Zeit auszuruhen. Leider mußte Frl. Willenbücher in den Ruheſtand treten. Der zielbewußt unermüdlich arbeitenden Amtsgenoſſin, die ſich durch ihre vornehmen Charakter eigenſchaften die Achtung des Lehrkörpers erworben hatte, folgt dankbare Anerkennung ihrer Schülerinnen und wohlverdiente Wertſchätzung der Amtsgenoſſen nach. Frl. Diehl erhielt ab 1. Dezember eine ganze Stelle als techniſche Lehrerin. Frl. Cramer behielt noch bis zum Jahresſchluß eine halbe bei; im Januar 1928 fand ſie an der Viktoriaſchule Verwendung und Frl. Speckhardt übernahm ab 5. Januar bis Oſtern noch eine zweite halbe Stelle. Die Vertretung von Frl. Zimmermann übernahm ab 18. Februar die Anwärterin Frl. Kunkel.

Leider machte ſich der Abbau zu Beginn des Schuljahres auch an unſerer Anſtalt ſchmerzlich geltend. Wir mußten die dritte Unterſekunda auflöſen. Ein Teil der Schülerinnen ward der Viktoriaſchule zugewieſen, der andere Teil auf die zwei verbleibenden Unterſekunden verteilt. Probeweiſe richteten wir neben der normalen Unterſekunda eine Abſchlußklaſſe ein. Dieſe ſoll, nachdem auf Grund der Erfahrungen des erſten Jahres einige Änderungen getroffen wurden, auch für das nächſte Jahr probeweiſe geführt werden. In einem ſehr gut beſuchten Elternabend ward in eingehender Darlegung dieſe Neueinrichtung vielſeitig erörtert. Dieſe

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